Interview mit einem Polen

1782181_951529814859191_2565570115273633190_n

 Er kommt, setzt sich, trinkt Bier, verschwitzt wie immer grinst er und beginnt:

— pon-sha wai. wohnte direkt um die ecke. in der braunstraße. sie war zehn. mit meinem besten freund kloppte ich mich um sie; riss ihm dabei den ohrring raus. schlitzohr, hieß er daher. er brachte mir das klauen bei. sein vater war schon profi — gypsy. wir wuchsen zusammen im aussiedlerheim auf. in der nähe vom knast. mittags im kaufhaus, ließen wir alles mögliche mitgehen: ketten, silber, gold, schmuck. schnick-schnack halt. wir klauten totenkopfringe als sie uns erwischten. ich war 11. die polizei packte aber nur mich. lediglich verwarnung. weil ich nicht gestand. Dann beim auto-klau, da war ich bereits 14 …“

Fortsetzung folgt …

Advertisements

Autor: Yves Engelschmidt

Einer, der aus den Bergen fiel und sich im Schreiben verfing. Yves Engelschmidt ist angenehm anti-modern, anti-alles und ein enthemmter Endgegner. Verbal-Karate-Tiger und (Porno-)Belletristiker. Ein vorausdrängelnder Verfasser phantasiespaltender, schön-traurig bis wunderbar bescheuerter, kurz-prosaischer Rhetorik-Kunststücke. Der "endboss Verlag" schiebt ihn jetzt in die weite, weiche Welt hinaus. Wer lesen will, was gut ist — muss wissen, wie man sich durch Glut frisst.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s