Selbst wenn ich die Wahl hätte …

… würde ich ein Köter bleiben.tumblr_inline_nm1hn5NPXm1tr4o9b_500

Ich ziehe durch die Straßen. Voller Sehnsucht, die nicht schweigt. Freiheit und Lebendigkeit. Auch wenn der Hunger mich nun treibt. Es sind die Sternstunden — der Vergänglichkeit. Und der Schmutz, der mir den Glanz verleiht. Selbst hässlich bin ich ein schönes Kind, das im Rinnstein seine Lieder singt. Dem die Sonne winkt; der Wind mitnimmt. Den die Nacht aufnimmt und bettet.

An der Straßenecke stehen … und sehen:

Die anderen sind anders — und in Sicherheit. Ich bin bereit, aber ein anderer, seitdem ich weiß, dass das Leben nichts verspricht und nie versprochen hat. Und nichts preisgibt, außer dem, was ich mir nehme.

Die Steppenwolf-Metapher. Die Street-Dog-Mythology. Entfremdung, die in jedem Menschen einen Ton anstimmt, der einsam klingt und verlassen in uns nachhallt.

Deshalb jaule ich nachts einfach den Mond an.

Und ziehe weiter.

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Autor: Yves Engelschmidt

Einer, der aus den Bergen fiel und sich im Schreiben verfing. Yves Engelschmidt ist angenehm anti-modern, anti-alles und ein enthemmter Endgegner. Verbal-Karate-Tiger und (Porno-)Belletristiker. Ein vorausdrängelnder Verfasser phantasiespaltender, schön-traurig bis wunderbar bescheuerter, kurz-prosaischer Rhetorik-Kunststücke. Der "endboss Verlag" schiebt ihn jetzt in die weite, weiche Welt hinaus. Wer lesen will, was gut ist — muss wissen, wie man sich durch Glut frisst.

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