Die Ausgeburt der Inkosequenz

Aus dem SV-Interview — mit Yves E.

Erection Perfection — ist ein überaus schmutziges Buch, das im wahrsten Sinne sogar < > spaltet. Rhetorisch, wie auch Inhaltlich. Moralische Penetration. „Ohne Kondom“, sagte ein ehemaliger Freund, der sich vom Autor abgewandt und endgültig getrennt hat. Wie so viele.

Und so viel sei einmal vorweg gesagt: das Interview mit dem Jungstar der Literatur war äußerst anstrengend und unangenehm. Und wäre der Mühe kaum wert — wäre da nicht, diese eine Sache bei rausgekommen.

So hatte man uns ebenso bereits vorgewarnt. Doch wir von, Sportvortze wagten trotzdem das Interview mit Autor, Profi-Provokateure und Literatur- Untermstrich-Stresser Yves E.
Der unlängst in einem Interview, über die eigene Person sagte: „Ich bin ein Unterschichten Untermensch, mit mehr Wortschatz, wie der, wo Goethe hatte“.

Nur am Rande sei erwähnt, dass er aus Hannover kommend — (eigentlich) perfektes Hochdeutsch sprechen sollte.
Man durfte gespannt sein.


SV: Herr Engelschmidt. Guten Tag erst einmal. Und vielen Dank für diese Interview. Sie geben ja gerne welche, doch keiner will — etwas mit Ihnen zu tun haben, sagt sich mancher Orts, mancher ja sogar. Und das auch immer häufiger. Offenbar gelten Sie als schwierig. Glauben Sie denn, dass — zu Recht auch?

YE: Gibt kein Kommentar. Sieht leerblicklich zurück. Womöglich, so drängt sich allmählich, wie auch zunehmend die Vermutung auf — ist er high. Oder ziemlich besoffen; mindestens.

SV: Ok. Ähm… stimmt es was man sagt, dass …

YE: NEIN!

SV: Was?!

YE:  (k.K.)

(steht für: kein Kommentar — wird verhäuft vorkommen)

SV: Macht Ihnen ihre eigen Arroganz denn überhaupt noch spaß? Oder langweilen sie sich, über sich selbst manchmal.

YE: (k.K)

SV: Ich seh ́ schon … Vielleicht hatten wir einen zu schwierigen, oder gar falschen Start und u.U. sollte ich es … etwas anderes angehen — oder nicht!? Stimmt. Sie haben vielleicht ganz recht …
Wie geht ́s ihnen denn heute so — Herr Engelschmidt?

YE: Nächste Frage!

SV:prplx
(= perplex)

……
………
Dann etwas später:

SV: …selbsternannt; und tituliert habe Sie sich als — „…der Gott der Porno-Belletristik“.

Wie kommen sie auf so etwas? Und gibt es dafür denn dementsprechend (aus ihrer Sicht natürlich) auch plausible, nachvollziehbare Gründe?

YE: Stirb!

SV: Wollen sie mich verarschen ?

YE: (k.K.)

SV: Na guuhht…! Mh. darf ich Sie mal etwas eher persönliches Fragen?

YE:

SV: …wissen Sie, ich mach es einfach. Denn ich glaube, ich kenne die Antwort ja eh schon. Aber… OK. Woher nehmen sie eigentlich ihre Inspiration?

YE: Kegelbahn

SV: Ihr ernst?

YE: (k.K.)

SV: Versteh!

YE: Nein.

SV: Was nein?!

YE: (k.K.)

SV: Na fein. Wundern sie sich denn überhaupt, warum sie immer so viel ärger haben, mit z.B. dem feministischen Konglomerat Bottrop „Fema Faszina…?

YE: VAGINA!

SV: …bitte?! Hab ich da…

YE: (k.K.)

SV: …oder das man sie letztlich erst, aus dem aktuellen „Autorenbuch der zeitgenössischen Literatur“ gestrichen hat — fallen ihnen da Gründe ein.

YE: Nein.

SV: Ich meine — selbst ihr eigener Verlag, deutete hin und wieder auf einige Nicht-Übereinstimmungen mit ihnen und ihrem „Verhalten“ hin. Sprich konkrete Distanzierungen, bis dahin sei es sogar zum Rausschmiss einiger ihrer erfundenen Figuren aus dem Verlags-Kanon gekommen. So soll es sogar Unterlassungsklagen geben. Sie dürften nicht einmal mehr bis auf hundert Meter in die Nähe ihres Verlagsbüros Büros kommen? Stimmt das?

YE: Gut das sie das Fragen ………………… Wie war noch mal die nächste Frage?

SV: Sind sie tatsächlich so dermaßen bankrott, trotz so enormer Verkaufszahlen, jetzt auch weithin international?

YE: Wie viel bekomm ́ ich eigentlich für dieses Interview?

SV: …Nichts! Denn…äh…sie haben uns eingeladen — sprich…

YE: steht auf und geht.


 

Leider zu spät, wie sich nun zeigt. Denn mittlerweile ist seine Mutter schon ins Lokal gekommen. IHN ABZUHOLEN!!!!!!
Eine rüstige Frau, mit kurzem braunen Haar und klarem, bestimmend, aber freundlichem Blick. Sie reicht mir die Hand. Sie wirkt normal sogar. Wir plaudern. Über ihr „Mäuselchen“ und ob er sich denn benommen hätte.

YE: Oh, Mutter!

Hört sich das schön an.
Herr Engelschmidt sieht jetzt ziemlich eingeschnappt aus, als ich mit seiner Mutter Nummern tausche. Danach werde ich durch das große Schaufenster Zeuge, wie Frau Mutter ihrem so erwachsenen, großmäuligen „Spätzchen“, mitten auf der Straße, vor allen Gästen des Cafés, die mittlerweile auch hinaussehen — mit Stofftaschentuch und Spucke die Mundwinkel auswischt. Normalerweise … — aber in diesem FALL, finde ich das nicht einmal stellvertretend schrecklich. Sondern sehr, sehr angebracht. Und muss auch laut lachen, wie ich Yves E. plötzlich weinen sehe.
Herrlich — ist doch die Gerechtigkeit.

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Autor: Yves Engelschmidt

Einer, der aus den Bergen fiel und sich im Schreiben verfing. Yves Engelschmidt ist angenehm anti-modern, anti-alles und ein enthemmter Endgegner. Verbal-Karate-Tiger und (Porno-)Belletristiker. Ein vorausdrängelnder Verfasser phantasiespaltender, schön-traurig bis wunderbar bescheuerter, kurz-prosaischer Rhetorik-Kunststücke. Der "endboss Verlag" schiebt ihn jetzt in die weite, weiche Welt hinaus. Wer lesen will, was gut ist — muss wissen, wie man sich durch Glut frisst.

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