Das Ende muss am Anfang stehen

Endlos die paar Schritte, die kaum Geräusche machten auf dem gefrorenen Schnee. Mein Vater trug ihr sogar noch den Koffer nach. Jeder von uns fror — spürte die Kälte wohl, auf die gleiche Weise, als wir dastanden und nicht wussten was zu tun war. Kümmerlich der Abschied irgendwie.

— macht ́s gut ihr zwei

Sie fuhr direkt, für immer weg.
Lange folgten wir ihr in Gedanken nach und starrten dabei einfach vor uns her. Stille überall. Nur die Flocken, die sich lautlos auf uns sammelten. Die Stadt ringsum, sie schlief.

— komm jetzt, ab ins Bett!

sagte er. Doch sah ich sein Gesicht nicht mehr. Er hatte sich bereits der Haustür zugewandt. Eine Fußspur im Schnee fehlte jetzt auf dem Weg zurück, ins leere Haus.


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Autor: Yves Engelschmidt

Einer, der aus den Bergen fiel und sich im Schreiben verfing. Yves Engelschmidt ist angenehm anti-modern, anti-alles und ein enthemmter Endgegner. Verbal-Karate-Tiger und (Porno-)Belletristiker. Ein vorausdrängelnder Verfasser phantasiespaltender, schön-traurig bis wunderbar bescheuerter, kurz-prosaischer Rhetorik-Kunststücke. Der "endboss Verlag" schiebt ihn jetzt in die weite, weiche Welt hinaus. Wer lesen will, was gut ist — muss wissen, wie man sich durch Glut frisst.

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