hacktisch

Der Himmel glibschig. Die Sonne fast vertagt. Aufgeheizt stehen die Autos beieinander. Was zunächst Drang war, wird Verlangen. Ich nehme Wegbier zu mir. Und ziehe durch die Straßen. Ohne Aussicht. Denn über mir und überall nur schwebende Balkone. Und alle leer, wie meine Zähne löchrig, von Innen, sind — und das, so sehr, auch immer mehr. Aber mein Gang wird Tanz. Ich denke nicht an nichts — hinein ins Nirgendwo; bin irgendwo. Da ist ein blinder Fleck in meinem Herzen, den ich leider selber sehen kann. Aber ich bleib´ dran. Und lege auf.

Hinter dem, wo alles war, kommt nur noch Meer.


BILD BY: Christopher Balassa

Advertisements

Autor: Yves Engelschmidt

Einer, der aus den Bergen fiel und sich im Schreiben verfing. Yves Engelschmidt ist angenehm anti-modern, anti-alles und ein enthemmter Endgegner. Verbal-Karate-Tiger und (Porno-)Belletristiker. Ein vorausdrängelnder Verfasser phantasiespaltender, schön-traurig bis wunderbar bescheuerter, kurz-prosaischer Rhetorik-Kunststücke. Der "endboss Verlag" schiebt ihn jetzt in die weite, weiche Welt hinaus. Wer lesen will, was gut ist — muss wissen, wie man sich durch Glut frisst.

3 Kommentare zu „hacktisch“

      1. Auch eine graue Katze. Wunderbar. Die Nacht ist doch die beste Welt für das, was wir so tun.
        Danke übrigens für’s Abo, das du bei mir dagelassen hast. Ich bin ja erst vor wenigen Stunden gestartet; da ist ein Abo ein lieber Vertrauensvorschuss und überaus wertvoll, wie ich finde.
        Bei dir schau ich in Zukunft auf jeden Fall öfter rein.

        Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s