MDMA

Wow(!)-wo-kommen-auf-einmal-all-die-schönen-Frauen-her? Schweißausbruch, & n ́ bisschen schwindelig is´ mir auch. Kein Durchblick. Fahrstuhlmagen. Kippchendrehen geht sowieso nicht … mehr. Und wenn — nur mongo, raucht [sie] sich von ganz allein und schmeckt beschissen. Dieser Geschmack, eh — im Hals, wie Arsch; wie auf alten Zehennägeln rumzukauen. Also raus, bloß n ́ bisschen Klarheit schnappen. Aber denkste, Fehlschlag. Die Beine am Propellern schon. Kaum kann ich geradeaus seh ́n. Wieder rein. Was für ́n weichen Gang ich hab. Und plötzlich dieser Blick — wie er sich mir langsam den Rücken frisst. Ist ́s wahr? Doch-ja-doch, durchaus. Ich am Gucken. Sie am Gucken. Immer noch. Ein Lächeln. Da! Erst sie. Dann ich. Scheiß drauf — denk´ ich. Und setzt mich zu ihr. Sie strahlt. Ich sowieso. Gute Energien hier. Meine Zukunft steht in ihren Augen — & so versinke ich allmählich darin; süßliches Ertrinken; immerhin. Das Gespräch läuft. Nur weiß ich kaum mehr worum ́s geht. Ihr Frauenblick — ganz sicher; zerrt mich fast auf damit.

— du bist ja `n ganz schön Abgebrüht, sagt sie.

Ich verstehe sie nich ́ ganz — und lächle verwegen [oder dämlich(?)], geschmeichelt so vor mich her.

— kann man sich dazugesellen

fragt er, von oben her. Woher … kommt … er? Zwei Gläser Wein in seiner Hand. Schon sitz er da. Was stiert er mich so zu? Macht auch keine Anstalten sonst aufzustehen … Oh nein! Versteh´. IM ERNST? IHR ERNST?! Wirklich —

— du bist ihr Freund, nich ́?, frag ich.

Sie!  Jetzt am Telefon, als wenn nichts wär ́.

— jahha! Ziemlich-ziemlich unhöflich. Und dreist (von dir), sagt er.

[?] _ [?]

VON MIR????????????? Aber, scheiß drauf, denk´ ich.

War ja eigentlich fast klar.

so barbara


BILD BY: Christopher Balassa

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Autor: Yves Engelschmidt

Einer, der aus den Bergen fiel und sich im Schreiben verfing. Yves Engelschmidt ist angenehm anti-modern, anti-alles und ein enthemmter Endgegner. Verbal-Karate-Tiger und (Porno-)Belletristiker. Ein vorausdrängelnder Verfasser phantasiespaltender, schön-traurig bis wunderbar bescheuerter, kurz-prosaischer Rhetorik-Kunststücke. Der "endboss Verlag" schiebt ihn jetzt in die weite, weiche Welt hinaus. Wer lesen will, was gut ist — muss wissen, wie man sich durch Glut frisst.

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