Vaginukles

 


Ich nahm gerade eine erholsame und revitalisierende Dusche in meinem neuen Fitnesscenter, als zwei Muskelberge eintraten. Ich spürte, wie ihre Blicke an meinem mageren Körper hafteten. Jetzt erst bemerkte ich, dass es gar keine Männer waren, sondern Frauen. Beide zogen sich aus. Jede einzelne Wölbung ihrer massiv-muskulösen Körper war sichtbar definiert. Ihre Bewegungen waren alles andere als filigran. Schon als die ersten Wassertropfen ihre Haut berührten, begannen sie miteinander rumzumachen. Dabei sahen sie aus wie Amateurwrestler.

Ich fühlte mich erinnert an die Catchfiguren, mit denen ich in meiner Kindheit gespielte hatte.

Mit der Miene eines sehr strengen Sportlehrers, forderten sie mich dazu auf, mitzumachen. Ich zögerte.

Die eine trug einen rotgefärbten Pottschnitt und die andere lange, wasserstoffblondierte Haare, die ihr bis zum Arsch reichten. Sie waren glattrasiert, doch selbst ihre Muschis sahen aus wie hydraulische Schrottpressen. Die Rote kam auf mich zu. Sie umfasste mein Glied mit solch heftigem Druck, dass ich davon Atembeschwerden bekam. Tief blickte sie mir aus ihrem kantigen Gesicht in die Augen und sagte mit rauer Stimme: „Du geile Uschi“. Ich gab ihr den Namen „zärtliche Muskula“.

„Meine Freundin heisst übrigens Aphrodieter“, sagte sie.

Ich reichte, als Zeichen der Wertschätzung, auch der Blonden meinen Schwanz. Sie missdeutete diese freundliche Geste und begann augenblicklich an meiner Wurstlaterne zu saugen, als gäbe es kein Morgen mehr. Ihr Muskelmund umschloss meinen Schwanz ganz — selbst die Eier klemmte sie sich zwischen die Backen. Ihr Sog war heftig und glich dem eines Industriestaubsaugers. Ich möge sie doch einmal richtig durchballern, forderte die Rote. Ich zögerte erneut. Da machte sie bereits einen Handstand und spreizte die Beine im Spagat. Die blonde Steroidenvenus packte mich und hob mich hoch wie eine Hantel.

Mit grauenhafter Präzision rammte sie meinen erigierten Schniedel unablässlich in die Fleischfalle der roten Amazone. Beide stöhnten rhythmisch, in wollüstiger Begierde auf. Als sie mich wieder aufgestellt hatte, schmetterte ich der Blonden, mit voller Wucht, meine Faust ins Quadratgesicht. Sie lächelte mitleidig.

So schnell, dass ich kaum wusste, wie mir geschah, hievte mich die Rote auch schon in die Luft. Sie steckte sich meinen Schwanz in den Rachen, wie eine geübte Schwertschluckerin, und drehte mich derweil über sich wie einen Propeller.

Die beiden nahmen mich hinterher im Stehen zwischen sich. Auf einmal hatte ich einen Finger im Arsch, während ich die heftig kontrahierende Rosette der Roten penetrierte.

Auch wenn die zwei mich nach dem Aktvollzug völlig ausgeschlachtet, verwirrt und mit einem latenten Gefühl des Benutztwordenseins zurückließen und ich fast eine halbe Stunde damit verbrachte, meine Tränen unter der Dusche zu verbergen, bin ich dennoch sehr stolz darauf, dass man mir nachsagt, ich sei ein sehr zärtlicher Liebhaber.


Ein Auszug aus: ERECTION PERFECTION

Mehr unter: http://erectionperfection.de/

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Autor: Yves Engelschmidt

Einer, der aus den Bergen fiel und sich im Schreiben verfing. Yves Engelschmidt ist angenehm anti-modern, anti-alles und ein enthemmter Endgegner. Verbal-Karate-Tiger und (Porno-)Belletristiker. Ein vorausdrängelnder Verfasser phantasiespaltender, schön-traurig bis wunderbar bescheuerter, kurz-prosaischer Rhetorik-Kunststücke. Der "endboss Verlag" schiebt ihn jetzt in die weite, weiche Welt hinaus. Wer lesen will, was gut ist — muss wissen, wie man sich durch Glut frisst.

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