hacktisch

Der Himmel glibschig. Die Sonne fast vertagt. Aufgeheizt stehen die Autos beieinander. Was zunächst Drang war, wird Verlangen. Ich nehme Wegbier zu mir. Und ziehe durch die Straßen. Ohne Aussicht. Denn über mir und überall nur schwebende Balkone. Und alle leer, wie meine Zähne löchrig, von Innen, sind — und das, so sehr, auch immer mehr. Aber mein Gang wird Tanz. Ich denke nicht an nichts — hinein ins Nirgendwo; bin irgendwo. Da ist ein blinder Fleck in meinem Herzen, den ich leider selber sehen kann. Aber ich bleib´ dran. Und lege auf.

Hinter dem, wo alles war, kommt nur noch Meer.


BILD BY: Christopher Balassa

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Greller Schattenschmerz unter giftig summenden Sonnen

Ich beobachte die Autos, wie sie
wie durstige Armeisen zur Tankstelle
strömen —
während ich,
im Fastfood-Etablissement auf etwas
sehr
Lieblos-, Tot-, Lauwarmen rumkaue.
Und, ich frage mich:
WO DENN DA DIE LIEBE BLEIBT?

Und wann nun
endlich —
mein Geld ankommt. Oder wenigstens, mein Leben zurück — vom Bücken?

So endlos…


Bild by: SHIT FIRE

Selbst wenn ich die Wahl hätte …

… würde ich ein Köter bleiben.tumblr_inline_nm1hn5NPXm1tr4o9b_500

Ich ziehe durch die Straßen. Voller Sehnsucht, die nicht schweigt. Freiheit und Lebendigkeit. Auch wenn der Hunger mich nun treibt. Es sind die Sternstunden — der Vergänglichkeit. Und der Schmutz, der mir den Glanz verleiht. Selbst hässlich bin ich ein schönes Kind, das im Rinnstein seine Lieder singt. Dem die Sonne winkt; der Wind mitnimmt. Den die Nacht aufnimmt und bettet.

An der Straßenecke stehen … und sehen:

Die anderen sind anders — und in Sicherheit. Ich bin bereit, aber ein anderer, seitdem ich weiß, dass das Leben nichts verspricht und nie versprochen hat. Und nichts preisgibt, außer dem, was ich mir nehme.

Die Steppenwolf-Metapher. Die Street-Dog-Mythology. Entfremdung, die in jedem Menschen einen Ton anstimmt, der einsam klingt und verlassen in uns nachhallt.

Deshalb jaule ich nachts einfach den Mond an.

Und ziehe weiter.

end-Schicht

(Bild: nicht von ihr, aber auf ihrer Seite „principio de la humanity“ by Aina Puramuela)

N´ dicker Kopf.
— Der schlimme Schädel —
wie der Aufprall
auf Asphalt.
Schlaglöcher
fressen – mich – auf.
Nicht nur theoretisch —
Technostrich.
Da ist nur
kein “ich”
in mir.
Die blut-rot
unterlaufene
Trinkersonne
geht auf.
Über mir.
Und unter —
durch mich.
Das Problem:
ich kann nur noch
verschwommen seh´n.
Ein gewisser Teil
davon, ist
Rauch-im-Auge —
keine Tränen.
An der Wand steht
“bleib niemals stehen”.
Ich bleibe steh´n
um es zu lesen.
Da gibt´s nur kein
Versehen.
Sollt´ ich
mich schämen?

listen to your bart

(Bild: shit fire)

so viele

leben

hab ich

schon

verloren

und jedes

mal

schau ich

wieder

in den morgen

als wüsste

ich

nicht

woher

er gekomm´

nur

die nacht

die ich

noch

halbwegs so

begreife

die aber

nicht

ausreicht

um alle

stellen

auszufüllen

und

sich leise

nur

über die

haut

legt

schicht um

schicht —

und mir

dann

auch noch

das

streichholz bricht

und

in meinem schoß

liegen bleibt

und weiter

brennt

und brennt

bis ich

nach hause

komme

schwarz und

leer

so sehr bis

der

tod …

ich meine

der tag

mich weckt

und ich hät…

hätt´ alles

sagen

alles

haben können —

nur nicht meer

davorn