Die Schlickschaum-Trilogie…geht weiter, der 2. Teil KOMMT!! bald

DER AUTOR sitzt wieder an seiner SM/Maschine und schreibt/*tppt* sich die Wurstfinger blutig. Der Nachfolger von EP /www.erectionperfection.de/ ist also in der Mache.

Wenigstens wichst er jetzt wieder weniger, laut eigener Aussage.

Hier, zur Erinnerung. Feinste Pornobelletristik.

 

Die ganze Story, auch hier zu lesen etc.

https://engelschmidt.com/2015/12/06/end-hemd/

oder

via VIDEOS 

oder

http://www.ERECTIONPERFECTION.de

oder

via EP / youtube Channel 

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Canibal Café

Ab durch die Bar-Hintertür; dann durchs Lager. Halb draußen, halb drinnen. Zwischen den Welten. Im Rücken, das Lagerregal. Die Außentür aus Metall steht offen. Die Nacht, als wäre sie nur kurz, auf ein „Grüß Gott“ gekommen . Sie nickt uns zu. Der Tag veratmet-und-verbraucht, lässt meinen Puls nun sinken. Der Kolibri zündet sich seinen Joint an und inhaliert genüsslich dessen Qualm und Ruhe ein. Kaum sichtbar — weht der Stress, beim Ausatmen hinaus. Es ist weit nach Mitternacht. Ich pruste — Wellen auf mein´ Kaffee.

— hast du noch Speed?

fragt er.

— na-klar.

Ich hacke ihm, auf der Schlager-CD, die jetzt auf den Bierfäßern liegt, auf.
Dann…

— du auch?

fragt er und zieht.

— neäh! … hab das Gefühl, dass ich aus nichts anderm mehr besteh, manchmal…

sag ich. Der Kolibri zwinkert.

— kenn ich gut

sagt er. Und zieht erneut.

— sicher? du nich´

— sicher

sag ich.

Und er, die zweite line, zieht alles weg; und fragt:

— was war das mit der Alten grad?

— böse Mischung. Enormes Aussehen, kein Charakter

— die is´ stink reich auch

— ich weiß

sag ich.

Kurzes Schweigen. Der Kolibri wieder:

— pass auf Alter, gestern, ich sitz noch im „Boris“ rum, kommt so ´ne Tussi, is´ voll scharf auf mich … ich kenn´ die länger schon und reibt die ganze Zeit ihre fetten Titten an meinem Arm. Ich koscher, bleib erst-ma´ völlig ruhig, sauf meinen Mai-Tai. Wird´se richtig quägellich auf eins hält mir direkt ihre Möpse unter´n Zinken. Ich sach — pass auf Süße, ich seh schon was du da hast. Wie alle ander´n auch. Glückwunsch aber mach´ ma´ hier jetzt ´nen Punkt. Und sie nun zieht ´ne Schnute wie´n kleines Mädchen das vor ihr´m Daddy steht und rallt´s halt nich´. Und jetzt pass auf — da kann ich gar´-nich´ drauf setzt´se die Stimme plötzlich so hoch, so richtig Nerventerror. Weiß´te so´ne Scheiße ich kappier´s halt nich´ — macht freiwillig auf behindert. Als wenn´s was nützt und ich da jetzt drauf anspring und geil von werd´ mein Gott was haben die sonst denn immer nur für Typen am Start … Selbstachtung stirbt aus.

Wortlos stimme ich ihm zu und muss dafür noch nicht mal nicken.

— ich muss wieder vor; komm´ste noch mit, n´ Bierchen auf die Hand geht immer

fragt der Kolibri.

— neäh, ich muss

— okay. Immer schön dich zu sehn

— danke

sag ich und geh.

Nach und nach schluckt mich die Nacht.

Manchmal, wenn ich stark husten muss, spür ich deinen Kuss auf meinen Lippen noch

Ich schau zu dir.
Auf dich — und dein Gesicht. Vielleicht hinein. Ein guter Platz, wär schön. In deinem Licht. Nicht wie die anderen, dahinten, schau … sie leben nicht — die tun nur so.
Wir kennen uns. Und du erkennst mich nicht. Ich bin es. Der Wolf. Hab nur die Ohren angelegt und meinen Schwanz versteckt. Trägst du denn dein Mützchen nicht. Aber dafür die Lippen. So laggressiv. Und rot. Mir ist … ich glaub — allmählich schwindelig.
Endlos weit — erschein ich dir. Nein, anders … Ich mein: Du mir. Auch sonst, ́ne Menge Ballast — der sich hinter meinem Rücken ballt. Und du davor. Ich mein, vor mir. Und Allem irgendwie. Ganz klar und deutlich, seh ich dich. Wie sonst — in meinem Traum, wenn du dich auf mich legst und dein Ohr an meinem Herzen ruht. Komisch. Alles andere ist dann = egal.
Und jetzt?
Hin und wieder mal erwisch ich dich. Du weißt doch, wenn du dann, ganz großartig und wunderbar — wie schön du bist — zu strahlen wagst und mir aus Scham scheinbar, sinnlos, diese Fragen stellst. Kategorisch bleib ich stumm. Und rede weiter.
Während der Qualm aus deinen Lippen weicht und sich im sickernden Lampenschein verrenkt — da frag ich dich: Liebst du mich?

Da schon wieder — ja, da is ́es doch, und steht (so) klar in deim Gesicht. Schicht um Schicht. Du spreizt die Wimpern auf und lachst. Lachst du mich aus? Dann siehst du, wie ich fühle und begreifst — das alles hinter und für alles steht, und dass das Versteckspiel keinen Spaß mehr macht. Du gehst zum Billardtisch. Ich weiß, dass du willst, dass ich dich sehen kann. Mal umgekehrt: kannst du denn sehen, wie ich immer mehr nach Innen lenk? Drei mal geht mir die Kippe aus, während ich dich sehnsuchtsüberladen ignorieren will. Alle andren schauen, hungrig, nur auf dich.

Ein blaues Band in deinem dunklen Haar. Dein weicher Blick, auf mich gerichtet, aus souveränen Augen. Dein Körper, wie ein Kreis der sich endlos um sich selber schlingt.
Nur immer wieder diese eine Sache, die nicht stimmt. Auch wenn du, jetzt wieder neben mir, dein Bein über meines schwingst und den Arm auf meine Schulter legst.

Die Bar und auch alles was mal war — ist wahr.
Unsere gemeinsame Zeit aber, sie stirbt allmählich aus, wird mir nun klar. Und was verhandeln wir da eigentlich, heimlich und verborgen vor den anderen, unter dem Tisch gerade aus?


Bild by: Nschotschi H.