Das kurze Glied in einer langen Kette von Schweinereien


Noch in einem der billigsten Länder dieser Erde blieb Otto Kranzton — selbst als wohlhabender Sextourist — völlig aussichtslos. Leider sah man ihm in reinster Weise an, dass er vollends hässlich war. Alles an ihm schien den Gesetzen der Ästhetik zu widersprechen. Erst in einer heruntergekommenen Bar gab ihm einer der Schlitzgeäugten den entscheidenden Tip.

Auf einem wackeligen Boot brachten sie ihn zu der kleinen Insel. Mit einem goldbestückten Lächeln wurde er persönlich von dem Betreiber in Empfang genommen. „Welcome to the Cream Dream!“, sagte er.

Da dieser blind für alles außer Geld war, ärgerte ihn die angewiderte Zurückhaltung seiner Angestellten. Höchstpersönlich führte er daher Herrn Kranzton übers Areal. Jede der unzähligen Hütten barg eine eigens konzipierte erotische Landschaft in sich. Herr Kranzton wählte den Orient.

Das Haremsszenario war rot, plüschig und weich, wie ein Opiumtraum. In der Mitte des Raumes wartete angekettet auf ihn die völlig körperhaarlose Mulattin-Schönheit. Dass sie ganz offensichtlich eine Perücke trug, störte ihn nicht. Noch nie hatte er Nacktheit in echt gesehen. Verstohlen blickte er zu Boden, als sie ihm laut schmatzende Küsse zuwarf. Kaum hatte er sich ihr genähert, da zog sie ihn auch schon mit ihren langen starken Armen an sich. Ihr Geruch war exotisch und intensiv. Die Fackel in seiner Hose entfachte einen Waldbrand der Leidenschaft. Nahezu brutal zog sie ihm die Hose aus und verschlang betörend nass lutschend sein Glied. Ihre Zunge war so lang und stark wie eine Pythonschlange. Mit großen schwarzen Augen blickte sie ihn an. Die Wollust brachte ihn der Ohnmacht nah. Sogleich stürzte sie sich auf ihn, als er niedersank. Zum ersten Mal flutschte sein Fleischutensil in eine weibliche Lauerbox. Beinahe, so glaubte er, verursache ihm ihr gnadenloses auf und ab eine Beckenfraktur. Ihr nass-heißer Lendenschwamm begrützte seine Blutstaustelze mit vaginalem Lustschlamm. Es schmatzte wie im Altersheim. Ottos Ejakumulation drang tief in ihre Eingeweide. Mit einem lauten Schrei bekundete er die Vollendung seiner Lust. Gelenkig kratzte sich indes die Mätresse mit dem Fuß am Ohr.

Es dauerte Stunden, bis der Besitzer Herrn Kranzton klarmachen konnte, dass eine Hochzeit völlig ausgeschlossen war. Es liege nicht am Geld, sagte er, nur gäbe es keinen Staat auf diesem Planeten, der einen weiblichen Orang-Utan als Ehepartner anerkenne.


Ein Auszug aus: ERECTION PERFECTION

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Das zwischen ihren Beinen sieht aus wie meine Axel


Ich beförderte meinen Schwanz durch eine Ansammlung von Schlamm. Ludger, der alte Schurke, war also doch in ihr gekommen. Genüsslich ließ er sich jetzt die Rosette schlemmen, während ich meinen Stampfsoldaten wie bei einer Siegesparade in ihrer Schmalzallee aufmarschieren ließ. Die Fronten vermischten sich allmählich. Dass mir jetzt beide die Sahne von der Stange schlabberten, gruselte mich nur insofern, da Ludgers Bart an meinem Damm kitzelte. Beide hatten Spaß und teilten sich zanklos meinen ersten Erguss, den sie sich bei zügellosen Zungenküssen hin- und herreichten. Ein bisschen schlecht wurde mir schon bei dem Gedanken daran, dass sie tatsächlich seine Schwester war.

Das Küssen untersagte ich ihr. Mit dem Gesicht mir zugewandt, hüpfte sie fröhlich wie Bambi auf Ludgers Schoß herum. Einem Hummer gleich, kniff ich ihr in die Muttermilchpickel. Wie pralle Pralinés stopfte sie sich meinen Hoden in den Mund. In ihrem auf und ab zog sie mir die Eier lang. Ich steckte mir zwei Finger ins Rektum — dann ihr in die Nase und zog sie daran hoch. Auch wenn sie größer war als ich, fickte ich sie danach im Stehen. Immer wieder kramte Ludger meinen nassen Stoßpfeiler aus ihrem Animösenreservoir, um daran zu lecken. In der Zwischenzeit konnte Crema-Thoria es nicht unterlassen, mir ihren Schneckenschleim um den Bauchnabel zu schmieren. Ich ließ sie einfach los. Sie lag auf dem Bauch. Ludger nahm ihre Beine auf die Schulter und leckte ihr den Sud aus der Pfanne. Ich setzte mich unter ihren Kopf, und im Bewegungsablauf von Liegestützen war sie in der Lage, mir einen abzukauen.

Die beiden hielten sich fest umschlossen und wanden sich wie zwei Aale auf dem Teppich. Ich ging in die Küche und holte mir ein kaltes Glas Milch aus dem Kühlschrank. Dort auch fand ich die zwei Pappen LSD im Seitenfach, die ich mir direkt unter die Vorhaut klemmte.

Wieder im Wohnzimmer biss ich Crema-Thoria in die Wade und schleifte sie aufs Sofa zurück. Ludger spielte im Liegen weiter Mütze — oder nicht Mütze.

Voller Inbrunst drang ich derweil in ihr Trockenfeindghetto ein. Sie hob den Arsch an und ich hämmerte ihr unablässig in den Fickwanst. Wie ein Bekloppter schmierte ich ihr die Wurst ins Brötchen. Mittlerweile hätte ich zu dem Verhältnis ihrer Muschirelation auch nackt aus einem Flugzeug springen können. Dennoch schoss ich meine Samenglut voll in ihre Brandung. Ihr Gesicht war rot, wie der Sonnenuntergang.

Als ich wieder in der Küche stand, fiel mir das Fehlen der zwei Pappen auf.

Ich hörte Ludger im Wohnzimmer schreien.


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Müde Mösen sind wie dumme Stumme

Das immer wieder zornige Aufkommen seiner Ungeduld war einhergegangen mit dem bereits ein Jahr andauernden Ausbleiben jedweder Erektion. Seit drei Monaten nun schon hielt Bernie Docura morgens, wenn er erwachte, nicht seine Frau, sondern nur das Kissen fest umschlossen. Um wenigstens einmal wieder onanieren zu können, hatte er sogar illegales PolenViagra durch die Nase genommen. Doch nichts regte sich. Die sich in ihm angestaute Wut klebte nun immer häufiger handbreit an den Wangen seiner zwei Kinder. Bernie stand auf und ging ins Bad. Freudlos und mit tiefen Furchen unter den Augen grüßte ihn der Mann im Spiegel. Immer öfter blieben immer mehr der immer weniger werdenden Glatzenkranzhaare im Abfluss zurück.

Missmutig nippte er an seinem Kaffee, als er in der Küche saß. Er blickte nach draußen. Der Himmel war genau so grau und fahl wie sein Gesicht. Auch sonst war alles starr — nur eine Welt aus Beton. Doch plötzlich sah er etwas, das ihm Trost spendete. Gegenüber stand eine Frau im Fenster. Etwas leer und teilnahmslos erreichte ihn ihr Blick. Nackt, bis zum herrlich wunderbaren Bauchnabel stand sie da, wie gemeißelt, mit ihrer makellosen weißen Haut, dem Abbild einer lasziven Venus gleich. Sinnlich hatte sie begonnen, sich selber zu berühren. Langsam fuhr sie mit den Händen ihren Körper ab. Etwas länger verweilten sie an den schönen straffen Brüsten, die sie immer heftiger zu kneten begann. Ganz leicht öffnete sie den Mund, während sie die Augen schloss. Eine Hand wanderte an der Hüfte entlang, bis hin zu ihrem Schritt. Selbst aus der Ferne vermochte Bernie das immer heftiger werdende Auf- und Niedersenken ihrer Brüste zu erkennen. Ihre Lust schien sich beinahe schon zur Gier zu steigern. Konnte sie ihn sehen?

Denn der kleine Streifen Gardine hätte es wohl kaum vermocht, seine offensichtliche Spannerei ausreichend zu kaschieren.

Mit einer Hand griff Bernie in seine Shorts, wo er sofort eine harte und lange Stange Fleisch umschloss.

Mit sanftem Druck und im fühlbaren Rhythmus seines Herzschlages, trieb er seine Geilheit zur Explosion.

Er setzte sich und nahm eine der von seiner Frau noch hinterlassenen Zigaretten aus dem Schrank. Als er seinen Blick wieder aus dem Fenster wand, war die Minutenmuse bereits weg.

Dieser scheinbare Zufall entwickelte sich zu einem alltäglich wiederkehrenden Ritual. Eines Abends, als er gerade an der Tür stand, kam sie ihm die Straße entlang entgegen. Im letzten Strich der müden Sonne sahen ihre roten Haare wie lodernde Flammen aus. Ihre Bewegungen waren voller Grazie und Schwung, wenn auch etwas unbeholfen. Bernie wartete. Doch lediglich ihr Hund gab ihm einen verachtungsvollen Blick und fletschte die Zähne. Bernie dachte bei sich: „Die Frau hat echte Klasse — das muss man ihr lassen.“ Sie irgendwie auf sich aufmerksam zu machen, war von nun an sein erklärtes Ziel.

Die noch unbenutzte und eigentlich viel zu enge Hightech-Jogging-Ausrüstung im Schrank, die ihm seine Frau zum Vatertag geschenkt hatte, bot ihm eine günstige Gelegenheit. Am dritten Tag, frühmorgens, lief er ihr direkt entgegen. Keine Reaktion. Er machte kehrt und überholte sie. Für sie sichtbar, begann er sich zu dehnen. Zunächst streckte er ihr seinen Hintern entgegen, dann, als sie näher kam, prahlte er mit seiner Hüfte, die er in vollem Hohlkreuz kreisen ließ (ganz offensichtlich war er Linksträger). Ihn wieder nicht beachtend, zog sie an ihm vorbei.

Ihre Ignoranz stachelte ihn an. Sein nach vorn ragender Ständer wies ihm die Richtung. Noch einmal überholte er sie. Nachdem er genügend Vorsprung hatte, bog er ab, verbarg sich im Gebüsch und zog sich aus. Als sie ihn erreichte, sprang er, feierlich mit seinem Fleischhalm wedelnd, hervor.

Der tote Blick hinter ihrer Sonnenbrille, so wie auch der Ausdruck ihres Gesichts, zeugten von absolutem Desinteresse. Nur ihr Hund hatte aufgeschreckt begonnen zu bellen.

„Fipsie, … was ist denn?“, fragte sie. Schon sah Bernie sie weiterziehen.

Zu diesem Zeitpunkt wusste er noch nicht, dass seine Frau zurückgekehrt war und zu Hause auf ihn wartete.


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So many Days in Waste

Erst weit nach Mittag machten wir die Augen auf. Es störte sie nicht einmal, dass sich der Müll in meinem Zimmer bis zum Hochbett stapelte.

Ich ging in die Küche und machte uns Kaffee. Sie hatte einen Tatterich und ich fragte mich, ob sie nur aufgeregt war — oder Alkoholikerin.

Am Nachmittag dann gingen wir in einen Garten, angeblich gemacht aus gelbem Gerstenbräu. Mit den vier Bier, die ich ihr hier spendierte, zeigte ich ihr meine Liebe. Ich hatte einen Kloß im Hals, als sie sich in meinen Schoß übergab. Wir betteten uns danach im Park.

Später mieteten wir uns ein kleines Boot am See. Während sie ruderte, begehrte ich sie so sehr. Mit einem kühlen Bier zur Hand, sah ich sie an und bastelte ihr in Gedanken Engelsflügel dran. Die Menschen bekundeten vom Ufer her ihre Bewunderung mit Applaus. Ich streckte ihnen die Zunge raus, derweil sah es in meiner Hose sehr nach harter Liebe aus.

Ihre Stimme klang ein bisschen wie die von Cher. Jetzt gerade aber blies sie mir einen auf der Toilette des Yachtvereins. Hinterher schenkte uns ein Kellner dort eine Flasche Schnaps, weil er ein alter Arbeitskollege von mir war. Es wurde dunkel.

Wir waren total besoffen und wunderschön.


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Kein Wunder, dass Frauen Veganer sein können — die kriegen ja ab und zu auch mal Fleisch rein


Ich wunsche euch viel-he Spa-hähs“, sagte er und zwinkerte. Als Kubaner vertrat er kulturbedingt die Vorstellung, dass eine zweigeschlechtliche Zusammenkunft automatisch ein sexuelles Resultat hervorbringe. Ich war da zwar ganz auf seiner Seite, jedoch, ebenfalls kulturverschuldet, nüchtern. Giselle, das Mädchen, das auf sein Haus und seinen behinderten Sohn aufpasste, während er mehrfach die Woche Salsatanzkurse besuchte, auf denen er Uschies in Lederhosen, dicker Schminkebeschichtung und garantierter Haarsprayüberdosis klarschoss, war die ehemalige Obermieze meines Jahrgangs. Kollateralfrust. Denn zur Schulzeit noch blieb ich völlig aussichtslos, aber nach schier zufälliger Begegnung in baresquem Milieu, war ich heute jedoch voller Zuversicht.

Sie wartete im Garten, war barfuß, trug nur eine Jogginghose und ein sehr knappes T-Shirt, unter dem ihre runden kleinen Möpschen als Traum zweier Kugelperfektionen wippten. Gerade streckte sie sich. Schon ihr Bauchnabel war unheilbringendes Lustrefugium; die Art, wie sie den Rücken bog, war katzenhaft. Aus Schönheit und Freude erstrahlte ihr Gesicht. Schon bei der Begrüßung presste sie ihren Rundungspalast ganz fest an mich. Sie schmunzelte, als ihr der Hartriegel in meiner Hose näher kam. Hätte sie ihn doch nur geküsst. Ihr Hintern, zwar nicht deutlich, aber ahnbar, blieb in wahnsinnbringender, hypnotischer, backenalternierender Schwungbewegung, als sie vor mir ging. Manche Frauen haben diesen Gang, der Vergewaltigung als plausible Option erscheinen lässt. Mir war danach, ihren ganzen Körper zu belecktasten. Gerne hätte ich mein expandierendes Glied in ihrer nassen Liebeslagune etabliert, um dann den Glitzeraal zwischen ihren Titten, wie einen Vulkan, zum Ausbruch zu bringen. Zunächst jedoch setzten wir uns nur und tranken etwas Kaltes. Der kleine Mongo (der gar nicht so klein war, sondern bereits 16) kam ums Gartenhaus geschlichen. Die aus Neid hervorgerufene Wut in seinen Augen war unverkennbar. Dem Spasti galt meine ganze Antipathie — und umgekehrt. Meine Augen wanderten zu Giselle, die ihm betüdelnd einen Sabberfaden vom Kinn wischte. Sie drückte ihm einen dieser langen Schläuche in die Hand, die bei kreisenden Bewegungen zischende „Uhu-Uhu-Uhu“-Laute produzieren. Sinnlos hielt er das Ding in seiner Hand und schaute leerblicklich in den Himmel.

„Ich zeig dir mal was“, sagte Giselle und in ihren Augen knisterte es bereits.

Sie ging auf die Knie, zog ihm die Hose runter, dann die Windel, und begann ihm einen zu blasen. In dem Moment, als ihr Mund seine Nudel umschloss, begann die Rotation des Uhu-Uhu-Schlauchs. Die Version meiner bis dahin geliebten Wirklichkeit machte einen überholungsbedürftigen Eindruck. Aller Realitätsfremde zum Trotz, war mein Blick kontinuierlich von ihrem herausgestreckten Arsch in Beschlag genommen. Die Umstände schienen denkbar günstig. Ich zog ihr die Hose aus.

Aus ihrer nassen Fleischwunde sprudelte der Saft bereits in solchen Strömen, dass es ihr schon in kleinen Bahnen die Haxen runterlief. Alles glitzerte im Sonnenlicht. Meine „Theorie des dunklen Fleisches“ erwies sich als weiterhin gültig: Frauen, deren Mösenfleischbelappung dunkler ist als deren umliegender Rest, tragen einen Sexdämon in sich. Mit einem Finger begann ich sie zu kitzeln. Sie arbeitete sich mir entgegen. Eh ich mich versah, war mein ganzer Finger in ihr drin, zwei Finger … ihr Arsch machte jubelnd kreisende Bewegungen. Mit meinen faszinierend feuchten Fingern, war auch der Weg in ihren Anus kein Problem. Zwischen ihrem saugenden Schmatzen vernahm ich die Klänge geilhafter Begeisterung. Ich leckte ihr den ganzen Spaltensektor aus, den braunen Salon, und biss ihr sogar in die Backe. In dieser Stellung waren wir die fast vollendete Adaption des „human centipides“. Meine ganze Schnute war voller Mösenextrakt. Ich musste ausgesehen haben wie ein wild gewordener, rosettenschlemmender Clown auf Crystal Meth. Es bestand Penetrationsdringlichkeit. Mein Zyklopenrotkäppchen fand seinen Weg ganz von allein. Ihre Muschi war wie Seide, feucht und schmiegsam, ich drehte sie und ihre Beine waren biegsam. Ich rückte auf. Zwischen ihren Titten hindurch arbeitete sich meine Eichel zu ihrem Mund.

Böse blickte mir der Mongo in die Augen, als ich meinen Sack teebeutelnd in ihr verschwinden ließ. Der Gerechtigkeit halber begann auch ich nun ihm einen runterzukauen. Das „Uhu-Uhu“ setzte wieder ein. Gleichzeitig, wie der von Gott Benachteiligte in meinem Mund, empfing auch Giselle selig die warme Dusche meiner Samenflut. Selbst in ihrem Haar waren die Reste akuter Befriedigung nachweislich. Erst jetzt sah ich, dass einer der Nachbarn am Zaun stand und geierte. Die Kamera in seiner Hand war ein Problem.


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Vaginukles

 


Ich nahm gerade eine erholsame und revitalisierende Dusche in meinem neuen Fitnesscenter, als zwei Muskelberge eintraten. Ich spürte, wie ihre Blicke an meinem mageren Körper hafteten. Jetzt erst bemerkte ich, dass es gar keine Männer waren, sondern Frauen. Beide zogen sich aus. Jede einzelne Wölbung ihrer massiv-muskulösen Körper war sichtbar definiert. Ihre Bewegungen waren alles andere als filigran. Schon als die ersten Wassertropfen ihre Haut berührten, begannen sie miteinander rumzumachen. Dabei sahen sie aus wie Amateurwrestler.

Ich fühlte mich erinnert an die Catchfiguren, mit denen ich in meiner Kindheit gespielte hatte.

Mit der Miene eines sehr strengen Sportlehrers, forderten sie mich dazu auf, mitzumachen. Ich zögerte.

Die eine trug einen rotgefärbten Pottschnitt und die andere lange, wasserstoffblondierte Haare, die ihr bis zum Arsch reichten. Sie waren glattrasiert, doch selbst ihre Muschis sahen aus wie hydraulische Schrottpressen. Die Rote kam auf mich zu. Sie umfasste mein Glied mit solch heftigem Druck, dass ich davon Atembeschwerden bekam. Tief blickte sie mir aus ihrem kantigen Gesicht in die Augen und sagte mit rauer Stimme: „Du geile Uschi“. Ich gab ihr den Namen „zärtliche Muskula“.

„Meine Freundin heisst übrigens Aphrodieter“, sagte sie.

Ich reichte, als Zeichen der Wertschätzung, auch der Blonden meinen Schwanz. Sie missdeutete diese freundliche Geste und begann augenblicklich an meiner Wurstlaterne zu saugen, als gäbe es kein Morgen mehr. Ihr Muskelmund umschloss meinen Schwanz ganz — selbst die Eier klemmte sie sich zwischen die Backen. Ihr Sog war heftig und glich dem eines Industriestaubsaugers. Ich möge sie doch einmal richtig durchballern, forderte die Rote. Ich zögerte erneut. Da machte sie bereits einen Handstand und spreizte die Beine im Spagat. Die blonde Steroidenvenus packte mich und hob mich hoch wie eine Hantel.

Mit grauenhafter Präzision rammte sie meinen erigierten Schniedel unablässlich in die Fleischfalle der roten Amazone. Beide stöhnten rhythmisch, in wollüstiger Begierde auf. Als sie mich wieder aufgestellt hatte, schmetterte ich der Blonden, mit voller Wucht, meine Faust ins Quadratgesicht. Sie lächelte mitleidig.

So schnell, dass ich kaum wusste, wie mir geschah, hievte mich die Rote auch schon in die Luft. Sie steckte sich meinen Schwanz in den Rachen, wie eine geübte Schwertschluckerin, und drehte mich derweil über sich wie einen Propeller.

Die beiden nahmen mich hinterher im Stehen zwischen sich. Auf einmal hatte ich einen Finger im Arsch, während ich die heftig kontrahierende Rosette der Roten penetrierte.

Auch wenn die zwei mich nach dem Aktvollzug völlig ausgeschlachtet, verwirrt und mit einem latenten Gefühl des Benutztwordenseins zurückließen und ich fast eine halbe Stunde damit verbrachte, meine Tränen unter der Dusche zu verbergen, bin ich dennoch sehr stolz darauf, dass man mir nachsagt, ich sei ein sehr zärtlicher Liebhaber.


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Brett Pitty

Ein Nicht-Bericht:

INSIDE 0 – Null Einsicht  Die Zähne knirschen-schon-so-sehr. Doch will ich mehr. Ab aufs Klo. Nullniveau. Egal wo. Auch hier im Edelschuppen. Dem Wertmaßstab der Selbstachtung dementsprechend ungerecht. Doch wer das Koks nimmt – der ist des Kokses Knecht.

Wie schlecht. Mir = IST.  Lineschtyle geht es aufwärts. Raufwärts. Kurz wehrt’s. Weiter. Schon der eiserne Geschmack von Blut im Rachenschlund. ALLES. ABER ich will dennoch mehr. Mein Gewehr-Mund – taub, trocken, warm und wund.

Ich bin der Grund. Und ohne Sinn. Daher: SCHE??I?ß! AUF DIE scheißSICHERHEIT – Ich reg mich eh nicht auf – Hack, hacke mir erst mal die nächste auf – weiße Einspur – Mit Gravur – Sniff, sniff-es-weg – Wie gelungen – Doch in Wahrheit bin ich nicht mehr als der Qualm in meinen Lungen – Dauerkette. Zug um Zug.

com. dreh dich weg. Schräg hier drinnen. Ich sehne mich nach Bier in mir. Das Geld läuft aus. Aber dafür etwas anderes in mich hinein. Alles Übung. Sauf.Suff-Verein(t). Schwer kein Schwein zu sein. Aber was eben Ballast … Jetzt-bin-ich. Wirt der Euphorie. Ich geh. Noch ma’. Und sieh! – Ich zieh. Ich seh’s im Spiegel. Überall. Und steh’ über dem All. Tag: ich trag ihn in der Nacht noch besser – wie ein’ Anzug. Nur aber nicht mit Fassung und Fasson. Wie alle jungen Huskys bin ich am zieh’n. Und lass die ander’n schieben! Übertrieben. Ich bin ein Alpha und Genie. Ausdrucksstark, wenn auch leer. Daher …

Ich verabscheue – Dehn-Mangel – Die ZEIT BÜST EIN Unbewegt am Tresen. Koksdraufgänger umgeben mich. Nich’ wie ich. Posen sich gegenseitig – an und zu. Ich stoß sie aus meiner Wahrnehmung heraus. Sie hinterlassen keine Leerstellen – oder Lücken. Kontrolle. Check. Kragen hoch. Nasenspray auf Tasche. So’ne Sache. Wie viel Schi-Schi im Umlauf is’.   Edelnuttenmaterial zu Hauf. Auf nylonweichen langen Bein’. Alle samt – so unwürdig – aber, hergerichtet, ausstaffiert – De-evolutioniert. Kann man nicht immer – aber manchmal kann man doch so sein. Ich fühl’ mich fein. Und zwinker’ … nein ich blinzle nur. Eine Träne, schwer wie Teer. Woher?

Mein Gott … was bin ich … herrlich … übermasturbiert … oberflächlich … aber … abgeflacht … – jetzt zieh ich mir nochma’ ihre Brüste rein. Sie neben mir, kommt näher ran.

Cobra-Koks. My mind is ugly. – Sind die gemacht – frag ich – Ne.Also,ja – warnt sie – ABER real – meint sie – Mich geht langsam nichts mehr an – das mich – “B” – Trifft – Denk ich? – Treffer! Meine Unsicherheit – Aber – klar – Klarer – Clarisé – Ist ihr Name – Sie – Sie ist nur Hülle – Wie wir alle – Der Rest – Unsichtbar.  Dong-Dong – Dong.Dong – Langt – Flach, aber nach innen hin – Zu lange wach – Das kommt schon hin.

Und ICH – mittendrin. Voll-drauf. Seelenscherben – schaufle ich die Splitter auf?  Wie die Faust am Kinn. Mittel nehmen. Ist son’ Mittelding von mir. Aber ich bin nich’ drinn’ in mir. Fünf Bier schon. Voran geht’s weiter. Und der Rest kommt noch … nach. Hinterher. Nicht schwer. Ich fühl mich leicht. Und Leer. Er. Aber das bin ich – dort. Im Spiegel. Sieht immerzu gleich … und dann auch anders aus. Ich hol den Scheiß aus meiner Tasche. Sie mir währenddes – Alice war ihr Name? – den Hals ableckt. Dann das Ohr. Ich kneif ihr in die eine Brust. Sind echt nicht echt. Und sie nicht schön.

– MATT-Schick. Omega-Mama – Ich reiß die Fresse auseinander. Mund auf Mund. Zu. Dann auf. Ihr Zunge, lang und zu agil. „Wie viel?“, fragt sie. „Was?“, entgegne ich „…ich für dich ausgeben will?“, plärr ich, vor steroiden-egonomalem vollblind Aktionismus. Sie stiert mich wütend an. man-man-man. Mein Mundraum fühlt sich an, als hät’ ich Lepra. DIE AUFZUCHT AUFGESPART. PARALLEL-Prall.

Rausch-Nomade / ich lass sie dort verpeilt verweilen / mit Schlüppi zwischen den Knien / WHAT A QUEEN / Daddys braune Braut, war früher auch mal Mädchen / mit Träumen – oder so / doch was soll’s / wo bleibt ihr Stolz / und warum erkauf ich mir den meinen, durch den ihrigen Verlust / zu deep / mehr Drink /

ichtrinktrinktrinkundtrink. wo-wo-wieso wird mir nicht wohler. ich bestelle W. mit Cola drin. PLASTIKFLEISCHKONSUMENT. Wer brennt, der rennt / und rennt / und NICHTS das leuchtet – und ich denke über mich – wenn ich rein-komm irgendwo, sollte man prophylaktisch den Frauen hin und wieder mal den Schritt auswischen – zwischendurch.  :::::::::::::::D Wohin mit all der übertriebenen eigenen Liebe? Es wird nicht lang und länger. Sondern schneller. Wieder Klo … Ich schiebe. Die nächste Line wird mein sein. Wär ich Rapper. Aber das ist Koks – da-vor-mir. Und ich hasse mich. Und hasse weiter.

Nur gut wenn man ein echter Wrestler ist, wie ich. Der glaubt, die Realität sei nur gestellt.

Trystess

Immer waren es die gleichen paar Gestalten, an denselben Plätzen, an denen er gruß- und blickkontaktlos vorüberzog. Nach und nach füllten sich die Reihen. Die Spätschicht zeigte ihr feierabend-melancholisches Gesicht. Alle rochen nach Schweiß, Bratfett oder Benzin. Kein Lächeln war zu sehen, nur ausgeblichene und schlaftrunkene Gesichter, die, bei kurzer Sicht, sich selber in der Reflexion der Scheibe anstarrten oder der Welt dahinter gelangweilt beim Vorüberziehen zusahen. Nur kurz blickte Jabo auf, als sie in den Bus einstieg.

Auch von ihrem Tag war nicht mehr übrig, als ein langer Heimweg und ein leeres Zimmer, das halb-kalt auf sie wartete. Auf aufgequollenen Sohlen stemmte sie sich jetzt gegen das Schlenkern der Busmade, die sich durch die Großstadt fraß. Jeder noch freie Sitzplatz schien den eindeutigen Intimbereich des daneben Sitzenden zu verletzen, die, voller Ablehnung scheinbar, sie absichtlich zu ignorieren suchten und nicht einmal ihre Taschen beiseite nahmen. Einzig Jabos kurzer Blick, während er sich die verschwitzten Haare aus der Stirn strich, zeugte nicht von Widerstand.

Ihm sackte der Magen in die Hose, als sie sich setzte. Selbst der süßliche Schweißgeruch, hinter ihrem etwas zu strengen Parfüm, war angenehm. Ein Teil ihrer langen Haare legte sich ihm auf die Schulter.

„Entschuldigung!“, sagte sie, hinter ihren auf die Spange beißenden Zähnen, während sie sich die Haare zusammenflocht, ohne ihn dabei anzusehen. Er aber sagte nichts, blieb regungslos. Er wusste nicht, was dort gerade mit ihm geschah. Ihm wurde schwindelig. Wie schön sie war – auch wenn sie äußerlich nichts auszustrahlen schien. Sie schlug ihre Beine übereinander und legte den Kopf zur Seite. Jabo sah, wie dreckig seine Fingernägel waren und kratze sich nervös am Knie.

Er dachte nur noch an sie. Die Schenkel der beiden berührten sich in den Kurven, ihre Oberarme manchmal auch. Sie derweil schlief beinahe ein. Immerzu sackte ihr Kinn zur Brust, dann wieder schrak sie auf. Auch sie, wenn auch unbewusst, spürte Jabos Nähe, die ihr nicht unangenehm war, nur unerwartet und daher fremd. Sie rückte ein Stück zur Seite, dann schlief sie ein. Er aber litt und war glücklich zugleich. Die sonstige Leere in seinem Leben schien ihm plötzlich unerträglich. Doch hatte sich in ihm die Sehnsucht, ein Wunsch entfacht. Jabo schaute zu ihr und sah, wie ihre Wimpern zuckten. Vorbei an ihrer Nasenspitze, weil er sich schämte, sie zu lange zu beobachten, entgegnete ihm sein Spiegelbild, in der großen Scheibe gegenüber. Er sah verändert aus. Erneut der Blick zu ihr, doch fühlte er sich noch immer hässlich. Resigniert sank er in sich zusammen. Dieser Moment … wenn sie doch nur bleiben würde … bei ihm … für immer. Er träumte davon, einfach ihre Hand zu nehmen. Schon war er fast so weit, es auch zu tun. Der Bus aber stoppte abrupt. Der Fahrer fluchte und hupte. Kurz öffnete sie die Augen. Schon schlief sie wieder ein und lehnte sich dabei mit ihrem Kopf an seine Schulter. Glückseligkeit. Wie unendlich waren die Sekunden. Plötzlich griff sie nach seiner Hand, während ihm eine Träne über die Wange lief.

„Ich weiß nicht, warum – und wie. Aber ich kann hören, was du denkst“, sagte sie. „ … Ich weiß genau, wie du dich fühlst“.

Sie gab ihm einen Kuss auf die Wange; erwischte dabei eine Träne. So dass der spröde Riss auf ihrer Unterlippe ein punktiertes Kribbeln dort hinterließ – und darum auch Jabos Zunge wieder und wieder an jene Stelle zurück glitt – wie aus Angst sie zu verlieren.

„Komm!“, sagte sie und sie stiegen aus. Es regnete. Sie aber lächelte. Gemeinsam, Hand in Hand, zogen sie entlang der langen, leeren Straße.

In diesem Moment ertönte ein schrilles Geräusch. Jabo erwachte. Gerade schoben sich die Bustüren zusammen. Er sah nur noch eine Silhouette, denn im Bus war es zu hell und draußen stockfinster.


BILD BY: CHRISTOPHER BALASSA

Rendezvous mit Mrs. Winehouse

Das Diva-Dilemmata

Sie war unschlagbar an der Bar und besinnungslos betrunken. Wie ich auch, als sie mir nah und näher kam, mit ihrem wild, weich-nassen Whisky-Lippenpaar. Doch ich rülpste – aus Versehen. Tiefzüglich rauchte ich noch gegen die enorme Übelkeit an, als sie verschwand.

Doch mit jazz-lässiger Geschmeidigkeit kam sie zurück und stürzte sich in meine Arme. Ihr Liebesschlund sog voller Leidenschaft den Qualm aus meinem Mund. Ich blickte ihr verschwommen in die Stecknadelpupillen und bot ihr eine meiner LSD-Pappen an.

„Bist du die ganze Zeit schon drauf?“, fragte sie darauf.
„… Ja, schon …“, nickte ich.
„Zum Glück“, stieß sie erleichtert hervor. Dann steckte sie mir einen weißen Bömmel in die Brusttasche, der so groß wie eine Murmel war. Sofort lief ich los und hackte mir eine Klodeckeldiagonale auf. Mehrfach schrie ich im Männerpissoir vor Schleimhautschmerz und übertriebener Begierde –Sehnsucht auch.
Danach – ließ uns nicht alleine nur die Liebe strahlen.

 

Rauschschmeißer

Woher auch immer, hatte sie sich Kautabak besorgt. Sie schmiss mir ein braunes Lächeln zu. Was sie aber kaute, war eine Camel-Zigarette – ohne Filter.

Wir torkelten danach in den Übergang (Nacht/Tag) hinaus. Denn die Bar hielt uns, und so auch wir sie, nicht länger aus. Hand in Hand – Richtung Highend-Zustand.
Sonnensaufgang.

Wir sahen goldenes Licht sich auf den hohen Häusern winden. Ich fühlte Schönheit. Alles um uns war im Fluss – und wir ein etwas wrackwackelige Kanu-Duo.
Ich nahm sie auf dem Fahrrad mit. Zunächst schlenkerstark, bis eine Art Trance eintrat. Ich spürte ihre Hand, die mir unters T-Shirt glitt. Hin und wieder sah ich in den Schaufenstern, wie ihr pechschwarzes Raabenhaar im Fahrtwind wehte. Das Leben zeigte seinen Happy-End-Charakter.

Sie von hinten schrie: „Fahr uns in die nächste Bar!“

 

Bar-Titania

Als alter Wahn-Veteran kannte ich natürlich, – selbstverständlich, hier und da das ein oder andere niemals versiegende Stammlokal für Speedfreaks und Gespenster. Hier erkannten sie mich – klar. Sie aber begrüßte man mit Küsschen.

Ihr Spermafängerpiercing glitzerte genauso wie ihr verschwitzter Teint, während sie gegen vier Hooligans ansang und sie danach auf aller kritischste Weise zu beleidigen begann, dass selbst ich mich schämte – ja ich, der Mann der Porno-Gravur und -Belletristik, das Unterschichten-Ass, ich, der Mr.-ich-schieß-nur-mit-stinkenden-Platzpatronen-Pazifist und so barbara-Diktator – hätte jetzt auch lieber Minigolf gespielt.

Denn sie schlug direkt als erste zu.

Und als einer der titanengroßen Glatzen-Gringos auf mich zukam, erklärte ich ihm schreckernüchtert sachlich, dass ich mich nicht mit ihm prügeln könne. Er sah grübelnd aus und kratzte sich. „Warum?“, fragte er und hob die Faust.

„Weil ich Tänzer bin …“, sagte ich „ … Ballet.“
Er zögerte tatsächlich. Und ich führte ihm ein paar frei erfundene Choreographien vor.
Bald saßen wir wieder alle ganz versöhnt und aufgereiht auf Hockern beieinander. Jeder redete sich in seinen Monolog hinein.
Ein Imperium der Wölfe.
Und Kokain – der Ego-Imperator.

 

Aus der Ich-Perspektive eines Statisten

Erst sagte sie, sie liebe mich, dann schmiss sie mit der Bierflasche nach mir. Mir wurde plötzlich klar, dass irgendwann ein Abschied unumgänglich war – der bereits bei der Begrüßung begann. So wie mit allem.

Ich sackte am Tresen zusammen, sah mein Bier an. Es wurde schal. Müde Tränen rannen mir über die Wangen.

Allmählich wünschte ich mir sogar ein wenig meiner Nüchternheit zurück. Weil sie jetzt keine Lust mehr hatte, jedes Mal aufs Klo zu rennen, steckte sie erst mir, dann sich einen dicken Bömmel-Klumpen in den Zinken. Die Wirkung kam verzögert und dementsprechend schlagartig. Ein Riss, der durch den Schädel zog.

 

Feuerleiter der Leidenschaft

Doch dann zog sie mich an sich und danach die ganze Vodkapulle an den Mund – wasserleicht wirkte bei ihr Schluck um Schluck. Nach einem zu übermütigen Versuch meinerseits, kotzte ich ihr ins Dekolletee. Es war wirklich nur ein bisschen. Doch sie mutierte zu einer tobsuchtswütenden Märtyrer-Bienenkönigin. Sie prügelte drauf los. Mein Schädel schlug am Tresen auf. Ich in meiner stummen Not, dachte eigentlich, man sehe rot – nicht schwarz. Der Blackout jetzt.

Als ich wieder zu mir kam, fand ich mich alleine vor und einsam. Mit neutraler Anteilnahme stellte mir der vernarbte Mann hinter der Bar ein Bier vor die gefühlte Waschmaschinensicht. Gierig nuckelte ich an der frischen Bitterkeit. Etwas Licht, gelb und tagesschwanger, drang durch die aufgeplatzte Folie an der Fensterscheibe. Doch ich hielt stoisch an meiner Noch-einen-letzten-Drink-Mentalität fest. Bis plötzlich warme Klänge durch die eiserne Stille drangen.

Sie war noch nicht gegangen. Die Jukebox aus dem Hinterhalt. Sie sang jetzt nur für mich „House of the rising sun“ und sah mich dabei an. Lediglich auf Strumpfhose, tanzte sie wie ein Wellengang auf hoher See dabei. Die Frau war endboss, man!

Ich bestellte uns Whisky-Cola, während sie mit „Purple Rain“ begann.

 

Das Sagro-Phargo Szenario

Wir waren die letzten Lichter der verwehten Nacht. Doch der Tag, bereits erwacht, war warm und kratzig. Ich küsste sie und schwitzte. Ohne Umwege kam es prompt zu spontanem Beischlafverfahren – im Gebüsch.

Ich kam nicht einmal dazu, ihn vorher rauszuziehen.
Wieder auf dem Fahrrad fuhren wir johlend durch Frühschichtstraßen. Neben spieß-steifem Groll sammelten wir auch unzählige Schmunzler ein. Die Sonne jetzt im Nacken, in Richtung Hafen unterwegs.
Sie wurde sofort ohnmächtig, als sie zu gierig an meinem Haschpfeifchen zog. Ich legte ihr meinen Pulli unter den Kopf. Danach sprang ich ins Wasser. Unendlich frische Freude. Doch ich kollabierte fast. Nur knapp rettete ich mich bis ans Ufer. Dann legte ich mich neben sie. Wir schliefen ineinandergekeilt ein.
Als ich mit akutem Sonnenbrand aus meiner Bierbewusstlosigkeit erwachte, war sie verschwunden.

FIN

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BILD by: Aina Pura Muela[.tumblr.com] 

A miserable kind of Creep

ich spüre den kalten windstoß. doch auch die hitze, die aus mir dringt. der raum ist voller menschen, die ich nicht kenne. und auch gar nicht erkennen kann. unmöglich, etwas im blick zu fassen, zu fokussieren. so, wie wenn das scharfstellen nicht funktioniert. alles entgleitet mir: gedanklich, visuell, akustisch. es wabert und zittert um mich herum. unsinnig, sich dagegen zu wehren — unmöglich sogar. ich kenne diesen zustand. nur weiß ich jetzt nicht mehr, woher er kommt. ich brauche zeit. nur ein bisschen zeit. ruhe — das ist alles. es war schon schlimmer. ganz sicher sogar. beruhig dich! bleib locker. alles easy. genau. das is´ es. durchatmen. das kribbeln im bauch. stillstand aber auch. alles blockiert. die unendlichkeit, sie schreit mir ins ohr. besoffene kunde. aber nur ein fremder. seine augen sind ganz ausgefranzt. was will er denn? er soll mit dem gequatsche aufhören. halt doch einfach die fresse, man! bitte, lass mich in ruh. aber die zunge gelähmt. warum nick ich denn? seine einsamkeit erdrückt mich. ich schau stur geradeaus. die zwei da drüben. sicher pärchen. länger schon. sieht man sofort. körpersprache. er am labern unentwegt. sie hört gar nicht hin. genervt. sie dreht sich von ihm weg. sie schaut zu mir. in die augen. aber nicht mich sieht sie. sondern ihre angst. ihren zustand. ihre zukunft. zweifel? jeder hat bedürfnisse. ich sauge ihre gedanken auf — ohne sie zu kennen. sie werden die meinen. komm zu mir baby. setz dich in mich rein. aber er, ihr stecher, er merkt ja gar nichts mehr. die pupillen — tiefe finsternis, geblichen weiß umkranzt. drogenresultat. kaum ein zwinkern mehr. tak tak tak. seine worte im endlos-takt. kein zusammenhang. das seh ich schon, wie sich seine lippen wellen. sprechgestank. schlickschaum, der sich ihm am mundrand sammelt. käsekruste. aber woher? woher bin ich denn gekommen? nach der arbeit in die bar. dann wird alles nur noch unklar. und klarer war auch da. zu viel von allem scheinbar. man müsste mal was machen. aber mir ist schwindelig. am glühen innerlich. impulse. wahrhaftige gefühle gibt es nicht. zwänge, leiden, erziehung. wildes ich. der ausschuss dann in träumen. was die doch alles können. ok, mein junge, irgendwann hört das auch wieder auf. so lang hier einfach sitzen bleiben. scheiße ich will rauchen. kann ich reden überhaupt? die anderen merken eh nix. tun sie nie. nur einbildung. keiner schaut in dich hinein. verborgen und stumm sind die gedanken. der typ neben mir plötzlich, hört auf zu lallen. sinkt in sich zusammen. er murmelt wortlos etwas vor sich hin — vom scheitern, scheint mir. er hält seine bierpulle so, als sei es sein leblos schlapper schwanz, den er da grad anschaut. ich muss hier weg. stoß mir den kopf. scheinbar dachboden — das hier. schritt auf schritt. wie auf wolken. langsam komm ich voran. ich — oder er mich, rempelt an. kein streit. nur entsetzen. beiderseits. der typ ist drauf. wie ich halt auch. aber von was anderem. man siehts. die poren weit geöffnet und die adern schlagen ihm die stirn entlang. japsend wie ein überfressenes dackelvieh. unter dem flaumigen bart die pickeschicht. ich mag ihn nicht. von anfang an. da wird er munter. auf einmal bier in meiner hand. wir stoßen an. ob ich nicht der und der sei. weiß ich nicht, sag ich. die dort vorne, die da lächelt. bekannt — vielleicht. irgendwie. wie wir uns jetzt vor uns sehen und stehen. sie schwankt. ich halt sie an. wie frech du bist. das stimmt. und du — besoffen halt. hab ich das laut gesagt? vorbei an ihr. ich setz mich in die küche. weil auch … ich kann nicht mehr. aufschlag now. 68 die euphorie vorbei. wenigstens ist hier die mucke gut. die crowd da oben tobt. und stampft. zu technoarsenal, das aus den boxen knallt. methodisch widerlich. ich spüre drang. das urinal aber besetzt. die schlange lang und redselig. und wir, ich schau — mindestens im sechsten. kein weg am stück — für mich. in diesem zustand jetzt. gefangenschaft. ich piss ins waschbecken und keiner merkts. wieder sitzen. besser ist´s.