Vollkontaktkuscheln

Schon liegen wir in ihrem Bett. Ich schäle sie aus ihrer Kleidung raus. Das Event. Doch etwas zwischen uns, rau und trocken, wie Zement. Es klemmt. Was jetzt? Der nächste Schritt ist ohne Untergrund. Ich reibe meine Lippen noch immer an den ihren wund. Wie ein Abgrund reißen ihr jetzt die Pupillen auf. Der Höhepunkt. Die Hoch-Passion; so plötzlich verebbt. Irgendwie — ist die Sehnsucht leblos, schal, die ihr auf der Zunge steckt. Außer dem leicht säuerlichen Alkoholdunst, dringt noch etwas anderes, sehr unschönes, aus ihrem Mund.

— ich hab ́nen Freund, weißt du? Ich glaub das ist nicht gut für mich —

Ach(!), ders hier Der Klassiker.

Ich hab ́s kommen sehn.
Ich stehe auf, zieh mich an. Mein Blick ihr abgewandt, dringt durch das Fenster, dorthin wo es sonnig auf den Dächer scheint. Doch hier, in ihrer Wohnung, wird es kalt. Und immerzu kälter nur.

— ach, und jetzt gehst du?!
fragt sie das ernsthaft(?); und so vorwurfsvoll.
Ich besinne mich. Sanft reißt mir die Hutschnur durch.

— was bin ich denn?
frag ich, rein rhetorisch. Denn: Fick dich! — denke ich bereits, in Wirklichkeit.

— ́ne scheiß LEIDENSCHAFTSTANKSTELLE, hm?

Keine Antwort darauf.

Darauf der Abgang.

Bye, bye.

 

#so barbara


Bild by: Christopher Balassa

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