Die Träume eines Friseurstuhls

Als sich meine Mutter, wie jeden Morgen, bei einer Zigarette und einem Kaffeebecher voll Sperma mit der Zunge den milchigen Bart wegwischte und zu mir sagte, dass es jetzt, nach meinem 33. Geburtstag, vielleicht doch an der Zeit sei, mir eine eigene Wohnung zu suchen, nickte ich ihr nur noch zustimmend zu. Ihre wahren Beweggründe waren mir durchaus bekannt, denn ihr Neuer und ich verstanden uns nicht allzu gut. Wenn sie mir latent-unterschwellig mit ihren angeblichen Hexenflüchen drohte, hatte dies schon gar keinen Effekt mehr auf mich. Sie war gar keine Hexe, nur ein verkommenes unbrauchbares Miststück. Das erst kürzlich von mir absolvierte Praktikum bei der Tatortreinigung hatte mir die Augen geöffnet für eine relative Normalrealität, die mir, im Dunstschleier der übersteigerten und ausschweifenden Perversionsdarbietungen in unserem Haushalt, beinahe schon abhanden gekommen war. Auch dass mein Großvater jahrzehntelang seine unterdurchschnittliche Clownsperformance auf Kindergeburtstagen feilbot, zwecks seines aus Erbmüll verursachten Zwangs, jungen Knaben ans unreife Leder zu gelangen, hatte sie in keiner Weise zu der Aussage berechtigt, wir seien die Nachkommen einer berühmten Schaustellerfamilie. Ihr dies alles ins Gesicht zu sagen, getraute ich mich dennoch nicht.

In diesem Moment trat auch schon Uwe ein. Er war Zauberer — das zumindest hatte er meiner Mutter erzählt. Nicht nur, dass er ihr Stecher war und mich indirekt oder auch direkt aus meiner gewohnten Geborgenheit drängte — zu allem Überfluss hatte er auch noch meine Schwester geschwängert (8. Monat).

„Na, du Nichtsnutz!“

„Fick dich … Uwe.“

Meine Abscheu ihm gegenüber war nahezu grenzenlos.

„Jungs, ich bitte euch. Reißt euch zusammen. Heute ist Apfelsinas großer Tag … und wir wollen doch alle … Macht euch lieber fertig, wir müssen gleich los.“ Ich denke, meine Mutter hätte vielleicht nicht immer so sehr darauf bedacht sein sollen, neutral zu bleiben.

Als ihr Manager hatte sich Uwe für Apfelsinas Auftritt fein rausgeputzt. Vor dem kleinen Club noch schwang er große Reden und machte auf wichtig.

Drinnen selbst war alles bis zum letzten Platz ausverkauft. Die Auftaktshow eines tabledancenden weiblichen Siamzwillingspaares verfehlte seine Wirkung nicht. Die Darbietung der Eternal-Anal-Creampie-Kombo aus Las Vegas hingegen, deren Höhepunkt die gleichzeitige Ejakulation zweier ausgewachsener Negerboys in dem überaus überraschend dehnbaren Rektum einer zierlichen Blondine bildete, hatte nicht ganz so viel Klasse, war aber durchaus ausreichend, um das Publikum in die gewünschte Stimmung zu versetzen.

Uwe trat auf die Bühne, hielt eine kleine erläuternde Ansprache und bat dann alle Männer, nacheinander zu ihm zu kommen, wo sie in ein extra für den heutigen Zweck konzipiertes Behältnis abspritzen sollten. Eine Schar barbusiger Assistentinnen gab ihr Bestes, die erzielte Menge in kürzester Zeit abzumelken.

Nach einer Stunde war es dann so weit. Die Lichter erloschen. Plötzlich, wie ein Blitzschlag, gingen die Scheinwerfer an und mitten auf der Bühne sah man meine hochschwangere Schwester – nackt in einem Gynäkologenstuhl. Dieser Anblick war für mich nichts Neues, dennoch war ich mit Stolz erfüllt, als ich bemerkte, dass die wunderbare Möse meiner Schwester alle in ihren Bann zog. Sie war sichtlich aufgeregt. Kurz darauf reichten ihr die Assistentinnen den mit einem Hebel versehenen Schlauch zum Mund. Erhöht, direkt neben ihr, befand sich das Plexiglas-Gefäß mit dem Sperma. Eckpfeiler des gesamten Kunstereignisses war der mit einem Penis (funktionstüchtig) gehörnte Liliputaner, der sie mit eben diesem Fabelglied während des Weltrekordversuchs (die Leute von Guinness waren auch da) penetrieren sollte. Schon ging es los.

In tiefen Zügen und mit vollen Backen gab meine Schwester ihr bestes, nicht einen einzigen Tropfen zu vergeuden. Das Sperma war knapp. Nur gerade so war es uns gelungen, genügend für einen Weltrekord zusammen zu bekommen. Der Zwerg schickte sich an, mit gesenktem Haupt wie ein Stier sein Kopfglied zu versenken. Die Handknöchel meiner Mutter waren vor lauter Aufregung schon ganz weiß.

Kurz vor dem Ende jedoch begann meine liebe Schwester zu husten und zu spucken. Gerade noch einem unausweichlichen Gefühl der Enttäuschung nahe, vernahm ich plötzlich ihre wilden Schreie. Auch der Pimmel-Stirn-Kleinwüchsige schaute immer wieder überfordert hin und her. Doch augenblicklich wurde jedem klar, welch Wunder der Natur sich dort direkt vor unseren Augen abspielte. Noch immer klebten meiner Schwester Unmengen von Sperma am Kinn, als sich ihr Muttermund sperrangelweit öffnete und auch bald schon der Kopf meines kleinen Neffens zu Tage trat. Meine Mutter, die schon gleich zu Anfang auf die Bühne geeilt war, hielt jetzt ihren ersten Enkel in den Händen und war sichtbar stolz. Auch ich ging auf die Bühne, küsste meine Schwester auf die Stirn und gratulierte meinem Schwagerstiefvater.


Ein Auszug aus: ERECTION PERFECTION

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Schieb Creep — Deep Glied


Eine Glut aus Spermawunsch rieselte ihr aus den Augen, während sie meinen lippennahen, vorpreschenden Hüften mit dem sanften Druck ihrer Hände versuchte Einhalt zu gebieten. Willens- und wissentlich überging ich ihren haltlosen Einwand. Mein fleischbewaffneter Blitzkriegeinfall in ihren Schlundstollen war in vollem Gange. Meine PartisanenSamen-Ak erkämpfte sich die Vorherrschaft im marodegekoksten Zahnrefugium der Szeneschlampe. Als die Krönung meines nächtlichen Revierstreifzuges, bat der mittlerweile fast panische Ausdruck in ihrem Gesicht meiner Seemannssehnsucht einen herrlichen Unterschlupf. Ich wünschte mir, alle ihre Ex-Freunde hätten uns jetzt sehen können.

Schon auf der Party hatten wir uns gegenseitig, mit Blicken nur, geradezu abgeleckt. Ich sah sie umzingelt von einem Rudel Anzugträger — aber mir war klar, dass es nicht deren aftershavevergorene Placeboausstrahlung war, die sie so nervös machte, dass sie sich beinahe schon die Lippen blutig biss. Ganz zwanglos entfaltete ich meine gesamte Wirkung, indem ich lässig an der Bar rumstand. Sie kam direkt auf mich zu — und schon auch gingen wir gemeinsam, zum Entsetzen aller schön Scheinenden. Dass ihre Worte vor lauter Blödsinn nur so jubilierten, kam von dem Koks, das ich ihr gab, aber gar keines war, sondern Speed.

Ich wartete solange, bis sich der Inhalt ihres Redens, als auch der der Weinflasche, geleert hatte. Ihre devoten Verlautbarungen, während ich ihr in den schon von außen nassen Schlüpfer griff und ihr lustdurstiger Augenaufschlag, als ich ihr die Haare aus dem Gesicht strich, versetzten mich augenblicklich in den Rammelsaumodus. Nur knapp entkam ich meinem Drang, ihr alles Stoffliche vom Leib zu zerren. Stattdessen setzte ich mich mit einem Drink zur Hand in einen der Sessel.

Die kokosnuss-braune Konkubine war nicht ganz dumm und tat, schön langsam, wonach es mir verlangte und zog sich aus. Ihr Körper erhielt die ihm gebürtige hartbringende Aufmerksamkeit. Sie rekelte sich auf dem Boden und besorgte es sich selbst. Auch ich zog mir alles aus und wartete. Wie ein Panther auf der Jagd krabbelte sie zu mir. Erst rieb sie ihren Bauch, dann ihre Titten an meinem Schwanz. Den seelenlos toten, aber irgendwie auch geilen Glanzschranz in ihren Augen blendete ich einfach aus. Ihr Kopf senkte sich und ihr roter Fleischfallenmund umschloss mein hartes Pilzkopfinsekt. Sie schmatzte, saugte und war gierig wie ein ausgehungerter Schwarzkontinentaler. Meine Eier hätten ihr gar nicht haarig genug sein können, wie es schien. Ohne dass ich hätte Druck anwenden müssen, fand mein schiefer Turm ein wohliges Zuhaus in ihrem Hals.

„Ich will, dass du mich fickst!“ Gut, dass sie das sagte, denn Schlampen lecke ich nicht gern. Ihr Kopf lag bereits auf dem Boden, und ihren Backen, mit der schon ganz offensichtlich nassen Kerbe, war es gewiss sehr daran gelegen, meiner Kotelettbürste zu begegnen. Erst aber wischte ich ihr nur feuchte Glut mit meiner Schwanzspitze durch den Kamelfuß. Frauen neigen schnell zu sentimentaler Ungeduld, ist die Maschine erst einmal in voller Fahrt. Doch noch immer deutete ich Penetration nur zögerlich an. Ihr Lavatempel war schon so sehr am lecken, dass ich ernsthaft überlegte, vielleicht einen Topf zum Drunterstellen zu besorgen. Kurz bevor sich ihre Sehnsucht in Wut umschlug, erlöste ich sie. Ganz anders als erwartet, war die Globalität ihrer Prinzessinenmuschi auf lokale Schmiegsamkeit verengt. Der Rückschlag war enorm. Meine sich in ihr raffende und schaffende Gewalt war ihrer fickbitchernen Leidenschaft ein auf opfernder Amigo. Ich zog sie an den Haaren und ihre Schreie wurden Flüche.

Egal, welcher Dämon sie da gerade ritt — jetzt ritt sie mich. Gar nichts anderes als Hocke kam ihr in den Sinn. Ihr Hüftausschlag war sportlich elegant. Bei einem zu heftigen Versuch entflutschte mein Glied aus ihrer Muttermaschine mit einem lauten SCHMATZ! Doch schon war ihr Mund wieder voll mit ihrem eigenen Geschmack. Zum Kopf hin bat sie mir ihr Hinterteil. Meine Prinzipien hatten Pause. Ich schlürfte ihr die Muschel aus. Obsessionsgewunden aalte sich ihr schweißnasser Körper bald unter mir. Größenwahnsinnig machte ich mit meinem Fleischzepter absolutistische Herrschaftsansprüche in ihr geltend. SIE WAR MEIN AFRIKA. Im wilden Takt stampfte ich ihr meinen Höhepunktsmarsch ins Fleisch. Sie ging fortissimo — die Nachbarn klopften bereits an die Wand.

Das Finale ließ ich mir von ihr im Stehen abgewinnen. Bis zum letzten Tropfen bekam sie meine Mannesmacht zu Halse. Es musste in ihrem Rachen bereits zu stocken begonnen haben. Sie hörte gar nicht mehr auf damit.


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Anstatt abends noch zu wichsen, mach ich jetzt das

Es war der Tipp meines Schwagers. Das Raststättenflair erzielte bei mir keine besonders erregende Wirkung. Ich betrat das kleine, gekachelte Toilettenhäuschen. Nur die Neugierde hatte mich hierher geführt.

Es roch nach Pisse und tiefreichender Verzweiflung. Wegen des omnipräsenten Gelbstiches der einst weißen Fliesen, dachte ich unweigerlich an einen alten Freund. Er war ein solcher Natursektfanatiker, dass sich nach all den Jahren schon Urinstein auf seinen Zähnen abgelagert hatte. Sein Lächeln war eine fulminante Anspielung auf die Sonne. Diese und andere merkwürdige Gedanken mit einem unheimlich im Raum verhallenden Pfeifen überspielend, betrat ich die letzte Toilettenkabine der fortlaufenden Reihe. Neben unzähligen Kritzeleien wie „Natursekt schmeckt“ (mein Freund war also auch schon hier), oder „Juttas Titten spenden Zuversicht“, war auch jene, für mich bis dato unbekannte Kuriosität eines Glory Holes vorhanden.

Noch immer unschlüssig, hielt ich meine kleine, unerigierte Wurst in der Hand. Man kann doch nicht einfach sein Ding in ein unbekanntes Loch stecken. Als ich noch einmal meine Gedanken diesbezüglich schweifen ließ, erschien es mir zwar durchaus schlüssig, jedoch auch äußerst inkonsequent. Von welchem Loch könnte man mit Recht behaupten, es genaustens zu kennen? Aber auch diese Gedanken waren nicht sonderlich förderlich. Ich entschloss mich, die Sache genau so zu handhaben, wie bei meiner Cousine, meiner dicken Nachhilfelehrerin oder der alten Maschotzki von nebenan: rein das Ding, der Rest ist Schicksal. Zunächst passierte nichts. Völlig sinnlos baumelte meine Magerblutwurst in schwarzer Ungewissheit. Doch dann spürte ich, wie sich ein heißer Atem meiner Eichel näherte. Ablowwithyalips Now. Nichts auf dieser Welt hatte je ein solches Wonnegefühl in mir ausgelöst. Die schönsten und oralbegabtesten Frauen dieser Erde fusionierten hier direkt vor mir (ungesehen) zu einem nie da gewesenen Lustschlund. Die Zunge hatte mindestens den Rotationsquotienten eines Helikopters. Was dort geschah, war eine Absaugung Deluxe. Für die ganze Nummer, so hatte es mir mein Schwager erklärt, sollte man mindestens 20 Euro in die kleine Schüssel werfen, die auf dem Stehtisch im Eingangsbereich stand. Ich gab sogar noch ein kleines Trinkgeld oben drauf (insgesamt 22,38). Doch nach erster Euphorie ergriffen mich bereits verschwörerisch anmutende Zweifel. Vielleicht war das ganze nur ein billiger Trick, um gewinnbringend Samen für die Samenbank abzugreifen.

Doch gerade, als ich im Begriff war, den Rastplatz zu verlassen, sah ich, wie eine wunderschöne Frau mit arschlangen braunen Haaren und der Gesichtsdarbietung einer teuflischen Sexgottheit den besagten Toilettenpavillion verließ. Sie hielt einige Geldscheine in ihrer Hand. Ich war heilfroh. Erst jetzt fiel mir auf, dass die ganze Sache ja auch von einem Mann hätte bewerkstelligt werden können.

Von nun an kam ich häufiger.

Ein bestimmtes Gefühl erwuchs in mir. Nicht selten hinterließ ich im Eingangsbereich einen Strauß Blumen oder andere Dankesbekundigungen. Jeden Tag verließ die Suckyzuckykönigin den Palast der Lutschekstase kurz nach mir, immer mit einem kleinen Geschenk in der Hand.

Eines Tages beschloss ich, ihr nachzufahren. Es dauerte eine Weile, bis ich alle nötigen Fakten beisammen hatte: wo sie wohnte, was ihre Lieblingslokale und ihre Vorlieben waren. An einem Montag war es dann soweit. Rein zufällig begegnete ich ihr in ihrem Stammlokal. Zwei Gläser ihres Lieblingsgetränkes standen vor mir auf dem Tisch. Nach einigen Blickkontakten überzeugte ich sie, sich zu mir zu setzen. Alles, was von nun an folgte, war nicht weniger als der Beweis ihrer Traumfrauhaftigkeit. Unsere Beziehung überwand schnell den Status einer flüchtigen Bekanntschaft. Im Grunde war es mir egal, dass sie mehreren dutzend Schwänzen täglich wohl überhaupt erst die Berechtigung zu existieren gab. Doch im tiefsten Inneren meines Herzens sehnte ich mich nach geblasener Monogamie.

Am Abend jedoch, als sich der erste Beischlaf ankündigte und es zum vorspielerischen Oralverkehr kam … war bereits alles vorbei. Es war fürchterlich, denn: SIE WAR ES NICHT. Ich stellte sie zur Rede. Unter Tränen gestand sie mir: „Ich bin sozusagen nur die Strohpuppe“, sagte sie.

„Und wer …?“

„Meine Großmutter.“

Ich rotzte ihr noch schnell ins Gesicht und ließ sie zurück.

Als ich das Toilettenhäuschen betrat, kam mir ein Mann schwer schwärmerisch lächelnd entgegen. Ohne anzuklopfen durchschritt ich die Tür, auf der „Nur für Personal“ stand. Eine rüstige alte Dame des klassischen Typus eines braven Großmütterchens nahm mich ein wenig verwundert, aber höflich in Empfang.

Doch ihre Augen … Sie wusste, dass ich es wusste. Ich öffnete meinen Hosenstall und sie nahm das Gebiss heraus.


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Ein Traum in Schnaps


Sie betritt das Zimmer und ist nackt! Sie weiß nicht, warum. Als sie an sich hinabschaut, vorbei an ihren perfekten, runden Brüsten, entlang ihres zierlichen Bauchnabels, über das überaus üppige Becken und den Schambereich, bis hinunter zu dem allmählich abblätternden Nagellack (in gothik-schwarz), sieht sie, dass sie noch immer völlig übersät ist mit einer feucht glänzenden Substanz.

Inmitten eines Raumes voller Spiegel, glitzernd wie eine schmelzende Eisfigur, beginnt sie, an ihren Nippeln zu spielen.

Plötzlich öffnet sich die Tür hinter ihr. Acht kleinwüchsige Afroamerikaner treten ein. Der mit dem kleinsten Pimmel und dem weißen Irokesen, hat einen Ständer in der Länge von mindestens 38,7 cm. All die kleinen geilen Rammelneger starren gierig und zerfickungswillig auf die noch immer verwirrte Moppelschönheit in ihrer Mitte. Aber instinktiv kniet sie sich zu einem der kleinen Männer und küsst ihn auf die Stirn. Auf einmal befallen alle Pigmentwichtel die Frau zugleich und ringen sie zu Boden.

Jetzt gibt es kein Halten mehr. Jedes ihrer Löcher ist in Kürze gestopft. Zwei anakondaähnliche Brecherschwänze versuchen gleichzeitig in ihren Mund einzudringen. Es gelingt. Im nächsten Moment ist sie auf allen Vieren. Eine Kette von drei sich streitenden, muschigeilen Mini-Moortrollen reiht sich hinter ihrem prall-runden, erblühenden Arsch.

Zwei der Kollegen tanzen einen tahitianischen Fruchtbarkeitstanz auf ihrem Rücken. Die Frau wird immer geiler. Aus allen Öffnungen läuft ihr mittlerweile die Schubbersoße, teils ist es ihre eigene, teils Afroriesengliedejakulat. Der ganze Raum riecht nach Negerschweiß, wie eine schlechte Disko.

Die Bukkakeapokalypse beginnt. Selbstverständlich muss die Frau auf dem Boden liegen — es gab noch kein Liliputaner-Spritzfest-Szenario, bei dem es anders gewesen wäre.

Sie ist geil, gierig und verlangt mehr, mit ihrem weit aufgerissenen Schlund, während ihr acht fast platzende Pimmelpeitschen in der Fresse wedeln.

Der erste kommt. Und so geht es weiter. Ihr Gesicht ist bald so mit Wichse übersät, dass man, wenn man es trocknen ließe, eine gipsähnliche Spermamaske erhielte.

Vielleicht, so denkt die Frau, hätte sie doch Bäckerin werden sollen.


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Humanity King


Max B.‘s große Liebe war er selbst.

Schon beim ersten Augenaufschlag, wenn er in den großen Spiegel über seinem Bett blickte, begann er sich fleißig einen abzukeulen. Weil er den Verlust eines jeden Tropfens fürchtete, wichste er pedantisch zielgenau in ein Glas. Mit dem Finger kratzte er alles bis zum letzten Rest aus. Er genoss den sauer-warmen Geschmack seiner selbst.

Max verzehrte sich nach Max.

Befriedigt lehnte er sich noch einmal in die Kissen und ergötzte sich an seinem erstrahlenden Gesicht.

Auch der Rest der ganzen Wohnung war voller Spiegel. Auf dem Klo sogar — all around. Beim Kacken sah er sich aus allen Perspektiven zu. Vor dem Aufbruch strich er sich noch einmal durch die piekfein perfekten Haare und übergab sich dann der Welt.

Der Anblick anderer Menschen machte ihn oft traurig. Um der durch trostlose Maxlosigkeit verursachten Qualen der Resterde Linderung zu verschaffen, trug er immer ein sehr vorteilhaftes Bild von sich selbst im Portemonnaie. Nicht wenige Menschen hielten ihn wohl für schön, aber auch das war seiner Egolibido egal. Nur sein eigener Anblick bedeutete ihm gute Aussichten.

An einer Fotobox machte er Halt. Wahllos überreichte er die Abzüge seines Portraits vorüberziehenden Passanten. Ihre Dankbarkeit jedoch hielt sich in Grenzen. Max spürte, dass es Zeit für einen Urlaub war.

Einen Strand nur für sich allein zu finden, erwies sich als überaus kostspielig und schwierig — aber es gelang.

Während er den Abdruck seines Hollywoodkörpers in den Sand presste und die Sonne seiner Haut schmeichelte, ärgerte er sich, dass die Betreiberin der kleinen Pension es ihm nicht gestattet hatte, den großen Spiegel aus der Diele mitzunehmen. Sich nackt zu wissen, war nicht genug. Nicht einmal das Meer machte Anstalten, ihn anders zu behandeln als all die anderen. Während er noch masturbierte und versuchte, mit dem viel, viel, VIEL zu kleinen Spiegel seinen ganzen Körper zu betrachten, kam ihm, fast gleichzeitig mit einem Erguss, auch eine Idee. Durch den heißen Sand zu stapfen und sich derweil zu kliMAXen, war doch wesentlich schwieriger als zunächst gedacht. Immer wieder musste er pausieren. So wie auch sein kleiner MAXimum schwellte, schwellten ihm ebenso die Sohlen. Kaum bot ihm der nasse Sand Erlösung, da schoss er seinen existenzgekrönten Lustschaum soweit als möglich ab. Laut schrie er das Meer an: „AAHH … ICH GEB´S DIR!“

Doch gerade, als der grau-weiße Batzen niederschlug, zog sich der Ozean zurück. Da lag es und glitzerte ohne Sinn. Keine Welle schien gewillt, es mitzunehmen. Max fühlte sich erniedrigt. Zum allerersten Mal in seinem Leben empfand er so etwas wie Scham.
Der einzige, der heute Spaß hatte, war der schwule Spanner auf der Düne.


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Das kurze Glied in einer langen Kette von Schweinereien


Noch in einem der billigsten Länder dieser Erde blieb Otto Kranzton — selbst als wohlhabender Sextourist — völlig aussichtslos. Leider sah man ihm in reinster Weise an, dass er vollends hässlich war. Alles an ihm schien den Gesetzen der Ästhetik zu widersprechen. Erst in einer heruntergekommenen Bar gab ihm einer der Schlitzgeäugten den entscheidenden Tip.

Auf einem wackeligen Boot brachten sie ihn zu der kleinen Insel. Mit einem goldbestückten Lächeln wurde er persönlich von dem Betreiber in Empfang genommen. „Welcome to the Cream Dream!“, sagte er.

Da dieser blind für alles außer Geld war, ärgerte ihn die angewiderte Zurückhaltung seiner Angestellten. Höchstpersönlich führte er daher Herrn Kranzton übers Areal. Jede der unzähligen Hütten barg eine eigens konzipierte erotische Landschaft in sich. Herr Kranzton wählte den Orient.

Das Haremsszenario war rot, plüschig und weich, wie ein Opiumtraum. In der Mitte des Raumes wartete angekettet auf ihn die völlig körperhaarlose Mulattin-Schönheit. Dass sie ganz offensichtlich eine Perücke trug, störte ihn nicht. Noch nie hatte er Nacktheit in echt gesehen. Verstohlen blickte er zu Boden, als sie ihm laut schmatzende Küsse zuwarf. Kaum hatte er sich ihr genähert, da zog sie ihn auch schon mit ihren langen starken Armen an sich. Ihr Geruch war exotisch und intensiv. Die Fackel in seiner Hose entfachte einen Waldbrand der Leidenschaft. Nahezu brutal zog sie ihm die Hose aus und verschlang betörend nass lutschend sein Glied. Ihre Zunge war so lang und stark wie eine Pythonschlange. Mit großen schwarzen Augen blickte sie ihn an. Die Wollust brachte ihn der Ohnmacht nah. Sogleich stürzte sie sich auf ihn, als er niedersank. Zum ersten Mal flutschte sein Fleischutensil in eine weibliche Lauerbox. Beinahe, so glaubte er, verursache ihm ihr gnadenloses auf und ab eine Beckenfraktur. Ihr nass-heißer Lendenschwamm begrützte seine Blutstaustelze mit vaginalem Lustschlamm. Es schmatzte wie im Altersheim. Ottos Ejakumulation drang tief in ihre Eingeweide. Mit einem lauten Schrei bekundete er die Vollendung seiner Lust. Gelenkig kratzte sich indes die Mätresse mit dem Fuß am Ohr.

Es dauerte Stunden, bis der Besitzer Herrn Kranzton klarmachen konnte, dass eine Hochzeit völlig ausgeschlossen war. Es liege nicht am Geld, sagte er, nur gäbe es keinen Staat auf diesem Planeten, der einen weiblichen Orang-Utan als Ehepartner anerkenne.


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Kein Wunder, dass Frauen Veganer sein können — die kriegen ja ab und zu auch mal Fleisch rein


Ich wunsche euch viel-he Spa-hähs“, sagte er und zwinkerte. Als Kubaner vertrat er kulturbedingt die Vorstellung, dass eine zweigeschlechtliche Zusammenkunft automatisch ein sexuelles Resultat hervorbringe. Ich war da zwar ganz auf seiner Seite, jedoch, ebenfalls kulturverschuldet, nüchtern. Giselle, das Mädchen, das auf sein Haus und seinen behinderten Sohn aufpasste, während er mehrfach die Woche Salsatanzkurse besuchte, auf denen er Uschies in Lederhosen, dicker Schminkebeschichtung und garantierter Haarsprayüberdosis klarschoss, war die ehemalige Obermieze meines Jahrgangs. Kollateralfrust. Denn zur Schulzeit noch blieb ich völlig aussichtslos, aber nach schier zufälliger Begegnung in baresquem Milieu, war ich heute jedoch voller Zuversicht.

Sie wartete im Garten, war barfuß, trug nur eine Jogginghose und ein sehr knappes T-Shirt, unter dem ihre runden kleinen Möpschen als Traum zweier Kugelperfektionen wippten. Gerade streckte sie sich. Schon ihr Bauchnabel war unheilbringendes Lustrefugium; die Art, wie sie den Rücken bog, war katzenhaft. Aus Schönheit und Freude erstrahlte ihr Gesicht. Schon bei der Begrüßung presste sie ihren Rundungspalast ganz fest an mich. Sie schmunzelte, als ihr der Hartriegel in meiner Hose näher kam. Hätte sie ihn doch nur geküsst. Ihr Hintern, zwar nicht deutlich, aber ahnbar, blieb in wahnsinnbringender, hypnotischer, backenalternierender Schwungbewegung, als sie vor mir ging. Manche Frauen haben diesen Gang, der Vergewaltigung als plausible Option erscheinen lässt. Mir war danach, ihren ganzen Körper zu belecktasten. Gerne hätte ich mein expandierendes Glied in ihrer nassen Liebeslagune etabliert, um dann den Glitzeraal zwischen ihren Titten, wie einen Vulkan, zum Ausbruch zu bringen. Zunächst jedoch setzten wir uns nur und tranken etwas Kaltes. Der kleine Mongo (der gar nicht so klein war, sondern bereits 16) kam ums Gartenhaus geschlichen. Die aus Neid hervorgerufene Wut in seinen Augen war unverkennbar. Dem Spasti galt meine ganze Antipathie — und umgekehrt. Meine Augen wanderten zu Giselle, die ihm betüdelnd einen Sabberfaden vom Kinn wischte. Sie drückte ihm einen dieser langen Schläuche in die Hand, die bei kreisenden Bewegungen zischende „Uhu-Uhu-Uhu“-Laute produzieren. Sinnlos hielt er das Ding in seiner Hand und schaute leerblicklich in den Himmel.

„Ich zeig dir mal was“, sagte Giselle und in ihren Augen knisterte es bereits.

Sie ging auf die Knie, zog ihm die Hose runter, dann die Windel, und begann ihm einen zu blasen. In dem Moment, als ihr Mund seine Nudel umschloss, begann die Rotation des Uhu-Uhu-Schlauchs. Die Version meiner bis dahin geliebten Wirklichkeit machte einen überholungsbedürftigen Eindruck. Aller Realitätsfremde zum Trotz, war mein Blick kontinuierlich von ihrem herausgestreckten Arsch in Beschlag genommen. Die Umstände schienen denkbar günstig. Ich zog ihr die Hose aus.

Aus ihrer nassen Fleischwunde sprudelte der Saft bereits in solchen Strömen, dass es ihr schon in kleinen Bahnen die Haxen runterlief. Alles glitzerte im Sonnenlicht. Meine „Theorie des dunklen Fleisches“ erwies sich als weiterhin gültig: Frauen, deren Mösenfleischbelappung dunkler ist als deren umliegender Rest, tragen einen Sexdämon in sich. Mit einem Finger begann ich sie zu kitzeln. Sie arbeitete sich mir entgegen. Eh ich mich versah, war mein ganzer Finger in ihr drin, zwei Finger … ihr Arsch machte jubelnd kreisende Bewegungen. Mit meinen faszinierend feuchten Fingern, war auch der Weg in ihren Anus kein Problem. Zwischen ihrem saugenden Schmatzen vernahm ich die Klänge geilhafter Begeisterung. Ich leckte ihr den ganzen Spaltensektor aus, den braunen Salon, und biss ihr sogar in die Backe. In dieser Stellung waren wir die fast vollendete Adaption des „human centipides“. Meine ganze Schnute war voller Mösenextrakt. Ich musste ausgesehen haben wie ein wild gewordener, rosettenschlemmender Clown auf Crystal Meth. Es bestand Penetrationsdringlichkeit. Mein Zyklopenrotkäppchen fand seinen Weg ganz von allein. Ihre Muschi war wie Seide, feucht und schmiegsam, ich drehte sie und ihre Beine waren biegsam. Ich rückte auf. Zwischen ihren Titten hindurch arbeitete sich meine Eichel zu ihrem Mund.

Böse blickte mir der Mongo in die Augen, als ich meinen Sack teebeutelnd in ihr verschwinden ließ. Der Gerechtigkeit halber begann auch ich nun ihm einen runterzukauen. Das „Uhu-Uhu“ setzte wieder ein. Gleichzeitig, wie der von Gott Benachteiligte in meinem Mund, empfing auch Giselle selig die warme Dusche meiner Samenflut. Selbst in ihrem Haar waren die Reste akuter Befriedigung nachweislich. Erst jetzt sah ich, dass einer der Nachbarn am Zaun stand und geierte. Die Kamera in seiner Hand war ein Problem.


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Dickradation

Ich erinnere mich daran, dass ihre Muschi ein wenig wie feuchte Nüsschen roch.
Meine Nase steckte in der nasstriefenden Falte zwischen ihren Beinen und meine Zunge bearbeitete das Modrige. Sie behauptete, dies sei die einzig sinnvolle Methode, mich zum Schweigen zu bringen. Da hatte sie vielleicht Recht, auch wenn ich ihr ein paar Dinge hätte erklären sollen. Die Frequenz und die Lautstärke ihres Stöhnens wurde immer heftiger. Ihren Arsch mir ins Gesicht gestreckt, dockte ich wieder aus. Die pralle Ansicht ihres weißen Hinterteils, sah genauso aus wie der hell leuchtende Vollmond, der durch das Dachschrägenfenster auf uns nieder schien. Direkt schlüpfte ich in sie hinein. Ihr warmer Votzentempel empfing mich königlich. Sie machte die Bewegungen und ich hielt still. Ich kam nicht drum herum, mir vorzustellen, dass es der Mond war, der mir da gerade einen blies. Immer wieder saugte er an, bis zum Schaft, ohne Würgen und ließ lediglich ein schmatzendes Geräusch verlauten. Ich holte den alten Feuchtschlitzsoldaten aus seinem Unterschlupf. Ihre Mösenbrühe ließ meinen Schwanz glitzern. Noch immer funkelte er, wie ein Wienerwürstchen in Aspik.Augenblicklich fühlte ich mich zurückversetzt in den Moment, als ich ihr knackiges Jungfernhäutchen zerfetzte (Kirschentkernung). Aus pädagogischen Gründen ließ ich mir hinterher alles feinsäuberlich wegschlabbern. Ihr Anblick danach hatte etwas von einem Clown.

Jetzt aber zögerte ich etwas zu lange. Sie lag bereits wieder auf dem Bauch. „Leg dich auf mich“, sagte sie. Dies war zwar nicht meine bevorzugte Variante der Rückseitenbespachtelung, dennoch zeigte sie sich hinterher immer durchaus erkenntlich.

Als ich auf dem Rücken lag und sie auf mir, ging sie sofort in die Hocke.

Ich liebte den Anblick des nassen Brötchens, dass sich immer wieder über meine Fleischbewaffnung stülpte. Doch bevor sie sich hatte umwenden können, war ich bereits in ihr gekommen.
Unserem Ritual getreu, stellte sie sich auf, direkt über meinem Gesicht, und presste die Ejaksuppe heraus. Heiße Tropfen der Liebe besprenkelten mich.Ich wusch mir das Gesicht und ging runter in die Küche.
„Und hast du deine Schwester ins Bett gebracht?“ fragte meine Mutter.


BILD BY: Cora Sprengel

DIE PFOÖRTNER GEHEN, DIE KUNST BLEIBT

Pförtner ist nicht nur ein Beruf — es ist eine Lebenseinstellung; gar eine Brufung und Prüfung auf´s Schicksals zugleich.

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Dasitzen, Leute reinwinken, Passierscheine ausfüllen lassen. Die wohl größte mögliche Nutzlosigkeit. Wie kann man acht stunden (pro Werktag) nur mit sich allein verbringen ohne verrückt zu werden? Monotonie, Vergänglichkeit und ja — auch manchmal Verzweiflung. Aber dabei bleibt es nicht; ganz im Gegenteil. Jetzt kommen sie einfach daher, diese Pförtner, und machen aus der Not eine Tugend und eine neue Kunstsparte auf — [die] Pförtnerkunst.

Aus extrem routinierter Langeweile entstand das Konzept der konzeptlosen Kunst. Die beiden Organisatoren und Kunstgenies Bernhard und Sven bezeichnen ihre Kunst als „extrem nichtig“, aber wer genauer hinschaut, wird in einer Bewusstseinserweiterungsexplosion erfahren, dass das nicht ganz stimmt. Angefangen hat alles als Spaßprojekt, dann wurde es immer intensiver, es wurde zum Sinn (und Ernst somit); Inhalt und zur Ursache des Pförtnerdaseins. Es war der Versuch, dem Stumpfsinn etwas entgegenzusetzen, etwas Positives daraus zu machen:

„In seine eigene Welt abzutauchen“, sagt Sven, während er an seiner Zigarette zieht.

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Pfötner sind die, die im Film immer als Erste(r) sterben.

Sie sind nicht wichtig, erfüllen scheinbar keine „richtige“ Funktion, sind einfach nur die dauerroten Zahlen des Betriebs. Das mussten die beiden am eigenen Leib erfahren. Aber während sich andere von der Schwerelosigkeit ihres Jobs ficken ließen, fingen sie an kleine Projekte auszuarbeiten, Cut- ups, Collagen, expressive Drahtkunst und vieles, was dazwischen und darunter liegt.

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Einen Job machen – heißt es! Aber man definiert sich doch durch seinen Job, seine Aufgabe, das ist wichtig, für jeden. Ziele, Sinn, wir wollen doch nicht einfach nur machen, da sein, vergehen, und (alles) vorbei gehen lassen, nein (!), da ist noch etwas anderes, da muss noch etwas anderes sein…

Jeden Tag acht Stunden Pförtnerhaus-Alltag, immer die gleichen Leute: „Bitte den Passierschein ausfüllen“. Ist das erwachsen sein? Funktioniert so die Welt?

Die Frage haben die beiden Koryphäen Bernhard und Sven nie konkret gestellt, aber sie lieferten die Antwort. „Wie krass man drauf geschissen hat“, sagt Bernhard und auch er zieht lässig an seiner Zigarette. Skurril, absurd und voller Herz ist die Pförtnerkunst, ein Versuch der Resignation zu entfliehen. „Die Zeit verstreichen lassen und immer tiefer gehen“, interpretiert es Künstler-Sven.

Realität und Kunst bedingen sich gegenseitig, das wissen alle. Was hier im Pförtnerhäuschen erschaffen und kreiert wurde, welcher historische Grenzpfahl dort aufgestellt wurde, hat niemand der anderen Mitarbeiter realisiert. Am Pförtner vorbeifahren und winken, was wird der schon machen?! „Oh, sweet nuthin“ von Lou Reed ist ihre Hymne, das absolute Sinnbild für den absoluten Leerlaufberuf. „Man wird labil, weil man unterfordert ist“, sagt Bernhard und zieht schon wieder an seiner Zigarette.

Ohne bestimmte Zielrichtung schaffen sie Kunst, die einen einfach mitreißt — oder ist das etwa das Ziel? Da ist einfach alles drin, die totale Überladung. Die völlige Herrschaft der Unbedeutsamkeit.

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Kunst machen und trotzdem auch irgendwie keinen Stil haben. Alles ist möglich, wenn nichts mehr geht.


text: yves engelschmidt   fotos: sven j. kanclerski

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