Das Ende einer bereits geschriebenen Geschichte

Fürsorglich bestellte ich die Musik durch die Jukebox, um am Ende zur Saftbox hinter ihrem Schlüpfer zu gelangen. Meine emotionale Kompetenz stellte mir Erfolg in Aussicht. Ihr Lächeln war schüchtern und aufbegehrend. Gestellt unabsichtlich ließ ich meine Hand auf ihrem Knie ruhen. Adolphine wendete ihren Kopf in Richtung Decke, so wie eine Kätzchen, das am Schnurren ist. Lange schon hatte sich meine Geilheit im Geiste über sie ergossen. Sie war die beste Freundin der Freundin meines besten Freundes. Ich strich ihr das Haar beiseite und sagte viel Schönes über sie, was kein Quatsch war, aber offensichtlich. Dass wir diese Nacht zusammengehörten, stand irgendwie schon fest. Mit einem langen Kuss gaben wir uns einander hin. Ein brennender Glanz war in ihren Augen zu vernehmen. Ich schlug uns einen Abgang vor. Wie wunderschön sie war, als sie bezahlte.

Im rührenden Licht des Glatzkopfmondes griff ich nach ihrer Hand. Der Ausschlag meiner Hose hatte Zeltniveau erreicht. Ich küsste ihren Hals. Unter meinen Lippen bebte ihre Haut. Natürlich musste ich darauf bestehen, dass wir ein Taxi nehmen. Geschickt wanderten meine Finger dort unter ihren Rock, wo sie bald auch schon sehr ölig wurden. Ihre Nassfleischanemone öffnete sich wie eine Blume und ihr heißer Atem, der mich durchs Ohr kitzelte, zeugte von ihrem Wohlergehen. Überall im Auto roch es nach ihr. Nachdem wir ausgestiegen waren, leckte sie mir die Finger ab.

Drei Tage später gab sie mir den Abschiedskuss.

Weil ich im Bett geraucht hatte, sagte sie.

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Vaginukles

 


Ich nahm gerade eine erholsame und revitalisierende Dusche in meinem neuen Fitnesscenter, als zwei Muskelberge eintraten. Ich spürte, wie ihre Blicke an meinem mageren Körper hafteten. Jetzt erst bemerkte ich, dass es gar keine Männer waren, sondern Frauen. Beide zogen sich aus. Jede einzelne Wölbung ihrer massiv-muskulösen Körper war sichtbar definiert. Ihre Bewegungen waren alles andere als filigran. Schon als die ersten Wassertropfen ihre Haut berührten, begannen sie miteinander rumzumachen. Dabei sahen sie aus wie Amateurwrestler.

Ich fühlte mich erinnert an die Catchfiguren, mit denen ich in meiner Kindheit gespielte hatte.

Mit der Miene eines sehr strengen Sportlehrers, forderten sie mich dazu auf, mitzumachen. Ich zögerte.

Die eine trug einen rotgefärbten Pottschnitt und die andere lange, wasserstoffblondierte Haare, die ihr bis zum Arsch reichten. Sie waren glattrasiert, doch selbst ihre Muschis sahen aus wie hydraulische Schrottpressen. Die Rote kam auf mich zu. Sie umfasste mein Glied mit solch heftigem Druck, dass ich davon Atembeschwerden bekam. Tief blickte sie mir aus ihrem kantigen Gesicht in die Augen und sagte mit rauer Stimme: „Du geile Uschi“. Ich gab ihr den Namen „zärtliche Muskula“.

„Meine Freundin heisst übrigens Aphrodieter“, sagte sie.

Ich reichte, als Zeichen der Wertschätzung, auch der Blonden meinen Schwanz. Sie missdeutete diese freundliche Geste und begann augenblicklich an meiner Wurstlaterne zu saugen, als gäbe es kein Morgen mehr. Ihr Muskelmund umschloss meinen Schwanz ganz — selbst die Eier klemmte sie sich zwischen die Backen. Ihr Sog war heftig und glich dem eines Industriestaubsaugers. Ich möge sie doch einmal richtig durchballern, forderte die Rote. Ich zögerte erneut. Da machte sie bereits einen Handstand und spreizte die Beine im Spagat. Die blonde Steroidenvenus packte mich und hob mich hoch wie eine Hantel.

Mit grauenhafter Präzision rammte sie meinen erigierten Schniedel unablässlich in die Fleischfalle der roten Amazone. Beide stöhnten rhythmisch, in wollüstiger Begierde auf. Als sie mich wieder aufgestellt hatte, schmetterte ich der Blonden, mit voller Wucht, meine Faust ins Quadratgesicht. Sie lächelte mitleidig.

So schnell, dass ich kaum wusste, wie mir geschah, hievte mich die Rote auch schon in die Luft. Sie steckte sich meinen Schwanz in den Rachen, wie eine geübte Schwertschluckerin, und drehte mich derweil über sich wie einen Propeller.

Die beiden nahmen mich hinterher im Stehen zwischen sich. Auf einmal hatte ich einen Finger im Arsch, während ich die heftig kontrahierende Rosette der Roten penetrierte.

Auch wenn die zwei mich nach dem Aktvollzug völlig ausgeschlachtet, verwirrt und mit einem latenten Gefühl des Benutztwordenseins zurückließen und ich fast eine halbe Stunde damit verbrachte, meine Tränen unter der Dusche zu verbergen, bin ich dennoch sehr stolz darauf, dass man mir nachsagt, ich sei ein sehr zärtlicher Liebhaber.


Ein Auszug aus: ERECTION PERFECTION

Mehr unter: http://erectionperfection.de/

Rendezvous mit Mrs. Winehouse

Das Diva-Dilemmata

Sie war unschlagbar an der Bar und besinnungslos betrunken. Wie ich auch, als sie mir nah und näher kam, mit ihrem wild, weich-nassen Whisky-Lippenpaar. Doch ich rülpste – aus Versehen. Tiefzüglich rauchte ich noch gegen die enorme Übelkeit an, als sie verschwand.

Doch mit jazz-lässiger Geschmeidigkeit kam sie zurück und stürzte sich in meine Arme. Ihr Liebesschlund sog voller Leidenschaft den Qualm aus meinem Mund. Ich blickte ihr verschwommen in die Stecknadelpupillen und bot ihr eine meiner LSD-Pappen an.

„Bist du die ganze Zeit schon drauf?“, fragte sie darauf.
„… Ja, schon …“, nickte ich.
„Zum Glück“, stieß sie erleichtert hervor. Dann steckte sie mir einen weißen Bömmel in die Brusttasche, der so groß wie eine Murmel war. Sofort lief ich los und hackte mir eine Klodeckeldiagonale auf. Mehrfach schrie ich im Männerpissoir vor Schleimhautschmerz und übertriebener Begierde –Sehnsucht auch.
Danach – ließ uns nicht alleine nur die Liebe strahlen.

 

Rauschschmeißer

Woher auch immer, hatte sie sich Kautabak besorgt. Sie schmiss mir ein braunes Lächeln zu. Was sie aber kaute, war eine Camel-Zigarette – ohne Filter.

Wir torkelten danach in den Übergang (Nacht/Tag) hinaus. Denn die Bar hielt uns, und so auch wir sie, nicht länger aus. Hand in Hand – Richtung Highend-Zustand.
Sonnensaufgang.

Wir sahen goldenes Licht sich auf den hohen Häusern winden. Ich fühlte Schönheit. Alles um uns war im Fluss – und wir ein etwas wrackwackelige Kanu-Duo.
Ich nahm sie auf dem Fahrrad mit. Zunächst schlenkerstark, bis eine Art Trance eintrat. Ich spürte ihre Hand, die mir unters T-Shirt glitt. Hin und wieder sah ich in den Schaufenstern, wie ihr pechschwarzes Raabenhaar im Fahrtwind wehte. Das Leben zeigte seinen Happy-End-Charakter.

Sie von hinten schrie: „Fahr uns in die nächste Bar!“

 

Bar-Titania

Als alter Wahn-Veteran kannte ich natürlich, – selbstverständlich, hier und da das ein oder andere niemals versiegende Stammlokal für Speedfreaks und Gespenster. Hier erkannten sie mich – klar. Sie aber begrüßte man mit Küsschen.

Ihr Spermafängerpiercing glitzerte genauso wie ihr verschwitzter Teint, während sie gegen vier Hooligans ansang und sie danach auf aller kritischste Weise zu beleidigen begann, dass selbst ich mich schämte – ja ich, der Mann der Porno-Gravur und -Belletristik, das Unterschichten-Ass, ich, der Mr.-ich-schieß-nur-mit-stinkenden-Platzpatronen-Pazifist und so barbara-Diktator – hätte jetzt auch lieber Minigolf gespielt.

Denn sie schlug direkt als erste zu.

Und als einer der titanengroßen Glatzen-Gringos auf mich zukam, erklärte ich ihm schreckernüchtert sachlich, dass ich mich nicht mit ihm prügeln könne. Er sah grübelnd aus und kratzte sich. „Warum?“, fragte er und hob die Faust.

„Weil ich Tänzer bin …“, sagte ich „ … Ballet.“
Er zögerte tatsächlich. Und ich führte ihm ein paar frei erfundene Choreographien vor.
Bald saßen wir wieder alle ganz versöhnt und aufgereiht auf Hockern beieinander. Jeder redete sich in seinen Monolog hinein.
Ein Imperium der Wölfe.
Und Kokain – der Ego-Imperator.

 

Aus der Ich-Perspektive eines Statisten

Erst sagte sie, sie liebe mich, dann schmiss sie mit der Bierflasche nach mir. Mir wurde plötzlich klar, dass irgendwann ein Abschied unumgänglich war – der bereits bei der Begrüßung begann. So wie mit allem.

Ich sackte am Tresen zusammen, sah mein Bier an. Es wurde schal. Müde Tränen rannen mir über die Wangen.

Allmählich wünschte ich mir sogar ein wenig meiner Nüchternheit zurück. Weil sie jetzt keine Lust mehr hatte, jedes Mal aufs Klo zu rennen, steckte sie erst mir, dann sich einen dicken Bömmel-Klumpen in den Zinken. Die Wirkung kam verzögert und dementsprechend schlagartig. Ein Riss, der durch den Schädel zog.

 

Feuerleiter der Leidenschaft

Doch dann zog sie mich an sich und danach die ganze Vodkapulle an den Mund – wasserleicht wirkte bei ihr Schluck um Schluck. Nach einem zu übermütigen Versuch meinerseits, kotzte ich ihr ins Dekolletee. Es war wirklich nur ein bisschen. Doch sie mutierte zu einer tobsuchtswütenden Märtyrer-Bienenkönigin. Sie prügelte drauf los. Mein Schädel schlug am Tresen auf. Ich in meiner stummen Not, dachte eigentlich, man sehe rot – nicht schwarz. Der Blackout jetzt.

Als ich wieder zu mir kam, fand ich mich alleine vor und einsam. Mit neutraler Anteilnahme stellte mir der vernarbte Mann hinter der Bar ein Bier vor die gefühlte Waschmaschinensicht. Gierig nuckelte ich an der frischen Bitterkeit. Etwas Licht, gelb und tagesschwanger, drang durch die aufgeplatzte Folie an der Fensterscheibe. Doch ich hielt stoisch an meiner Noch-einen-letzten-Drink-Mentalität fest. Bis plötzlich warme Klänge durch die eiserne Stille drangen.

Sie war noch nicht gegangen. Die Jukebox aus dem Hinterhalt. Sie sang jetzt nur für mich „House of the rising sun“ und sah mich dabei an. Lediglich auf Strumpfhose, tanzte sie wie ein Wellengang auf hoher See dabei. Die Frau war endboss, man!

Ich bestellte uns Whisky-Cola, während sie mit „Purple Rain“ begann.

 

Das Sagro-Phargo Szenario

Wir waren die letzten Lichter der verwehten Nacht. Doch der Tag, bereits erwacht, war warm und kratzig. Ich küsste sie und schwitzte. Ohne Umwege kam es prompt zu spontanem Beischlafverfahren – im Gebüsch.

Ich kam nicht einmal dazu, ihn vorher rauszuziehen.
Wieder auf dem Fahrrad fuhren wir johlend durch Frühschichtstraßen. Neben spieß-steifem Groll sammelten wir auch unzählige Schmunzler ein. Die Sonne jetzt im Nacken, in Richtung Hafen unterwegs.
Sie wurde sofort ohnmächtig, als sie zu gierig an meinem Haschpfeifchen zog. Ich legte ihr meinen Pulli unter den Kopf. Danach sprang ich ins Wasser. Unendlich frische Freude. Doch ich kollabierte fast. Nur knapp rettete ich mich bis ans Ufer. Dann legte ich mich neben sie. Wir schliefen ineinandergekeilt ein.
Als ich mit akutem Sonnenbrand aus meiner Bierbewusstlosigkeit erwachte, war sie verschwunden.

FIN

_______


BILD by: Aina Pura Muela[.tumblr.com] 

A miserable kind of Creep

ich spüre den kalten windstoß. doch auch die hitze, die aus mir dringt. der raum ist voller menschen, die ich nicht kenne. und auch gar nicht erkennen kann. unmöglich, etwas im blick zu fassen, zu fokussieren. so, wie wenn das scharfstellen nicht funktioniert. alles entgleitet mir: gedanklich, visuell, akustisch. es wabert und zittert um mich herum. unsinnig, sich dagegen zu wehren — unmöglich sogar. ich kenne diesen zustand. nur weiß ich jetzt nicht mehr, woher er kommt. ich brauche zeit. nur ein bisschen zeit. ruhe — das ist alles. es war schon schlimmer. ganz sicher sogar. beruhig dich! bleib locker. alles easy. genau. das is´ es. durchatmen. das kribbeln im bauch. stillstand aber auch. alles blockiert. die unendlichkeit, sie schreit mir ins ohr. besoffene kunde. aber nur ein fremder. seine augen sind ganz ausgefranzt. was will er denn? er soll mit dem gequatsche aufhören. halt doch einfach die fresse, man! bitte, lass mich in ruh. aber die zunge gelähmt. warum nick ich denn? seine einsamkeit erdrückt mich. ich schau stur geradeaus. die zwei da drüben. sicher pärchen. länger schon. sieht man sofort. körpersprache. er am labern unentwegt. sie hört gar nicht hin. genervt. sie dreht sich von ihm weg. sie schaut zu mir. in die augen. aber nicht mich sieht sie. sondern ihre angst. ihren zustand. ihre zukunft. zweifel? jeder hat bedürfnisse. ich sauge ihre gedanken auf — ohne sie zu kennen. sie werden die meinen. komm zu mir baby. setz dich in mich rein. aber er, ihr stecher, er merkt ja gar nichts mehr. die pupillen — tiefe finsternis, geblichen weiß umkranzt. drogenresultat. kaum ein zwinkern mehr. tak tak tak. seine worte im endlos-takt. kein zusammenhang. das seh ich schon, wie sich seine lippen wellen. sprechgestank. schlickschaum, der sich ihm am mundrand sammelt. käsekruste. aber woher? woher bin ich denn gekommen? nach der arbeit in die bar. dann wird alles nur noch unklar. und klarer war auch da. zu viel von allem scheinbar. man müsste mal was machen. aber mir ist schwindelig. am glühen innerlich. impulse. wahrhaftige gefühle gibt es nicht. zwänge, leiden, erziehung. wildes ich. der ausschuss dann in träumen. was die doch alles können. ok, mein junge, irgendwann hört das auch wieder auf. so lang hier einfach sitzen bleiben. scheiße ich will rauchen. kann ich reden überhaupt? die anderen merken eh nix. tun sie nie. nur einbildung. keiner schaut in dich hinein. verborgen und stumm sind die gedanken. der typ neben mir plötzlich, hört auf zu lallen. sinkt in sich zusammen. er murmelt wortlos etwas vor sich hin — vom scheitern, scheint mir. er hält seine bierpulle so, als sei es sein leblos schlapper schwanz, den er da grad anschaut. ich muss hier weg. stoß mir den kopf. scheinbar dachboden — das hier. schritt auf schritt. wie auf wolken. langsam komm ich voran. ich — oder er mich, rempelt an. kein streit. nur entsetzen. beiderseits. der typ ist drauf. wie ich halt auch. aber von was anderem. man siehts. die poren weit geöffnet und die adern schlagen ihm die stirn entlang. japsend wie ein überfressenes dackelvieh. unter dem flaumigen bart die pickeschicht. ich mag ihn nicht. von anfang an. da wird er munter. auf einmal bier in meiner hand. wir stoßen an. ob ich nicht der und der sei. weiß ich nicht, sag ich. die dort vorne, die da lächelt. bekannt — vielleicht. irgendwie. wie wir uns jetzt vor uns sehen und stehen. sie schwankt. ich halt sie an. wie frech du bist. das stimmt. und du — besoffen halt. hab ich das laut gesagt? vorbei an ihr. ich setz mich in die küche. weil auch … ich kann nicht mehr. aufschlag now. 68 die euphorie vorbei. wenigstens ist hier die mucke gut. die crowd da oben tobt. und stampft. zu technoarsenal, das aus den boxen knallt. methodisch widerlich. ich spüre drang. das urinal aber besetzt. die schlange lang und redselig. und wir, ich schau — mindestens im sechsten. kein weg am stück — für mich. in diesem zustand jetzt. gefangenschaft. ich piss ins waschbecken und keiner merkts. wieder sitzen. besser ist´s.

Canibal Café

Ab durch die Bar-Hintertür; dann durchs Lager. Halb draußen, halb drinnen. Zwischen den Welten. Im Rücken, das Lagerregal. Die Außentür aus Metall steht offen. Die Nacht, als wäre sie nur kurz, auf ein „Grüß Gott“ gekommen . Sie nickt uns zu. Der Tag veratmet-und-verbraucht, lässt meinen Puls nun sinken. Der Kolibri zündet sich seinen Joint an und inhaliert genüsslich dessen Qualm und Ruhe ein. Kaum sichtbar — weht der Stress, beim Ausatmen hinaus. Es ist weit nach Mitternacht. Ich pruste — Wellen auf mein´ Kaffee.

— hast du noch Speed?

fragt er.

— na-klar.

Ich hacke ihm, auf der Schlager-CD, die jetzt auf den Bierfäßern liegt, auf.
Dann…

— du auch?

fragt er und zieht.

— neäh! … hab das Gefühl, dass ich aus nichts anderm mehr besteh, manchmal…

sag ich. Der Kolibri zwinkert.

— kenn ich gut

sagt er. Und zieht erneut.

— sicher? du nich´

— sicher

sag ich.

Und er, die zweite line, zieht alles weg; und fragt:

— was war das mit der Alten grad?

— böse Mischung. Enormes Aussehen, kein Charakter

— die is´ stink reich auch

— ich weiß

sag ich.

Kurzes Schweigen. Der Kolibri wieder:

— pass auf Alter, gestern, ich sitz noch im „Boris“ rum, kommt so ´ne Tussi, is´ voll scharf auf mich … ich kenn´ die länger schon und reibt die ganze Zeit ihre fetten Titten an meinem Arm. Ich koscher, bleib erst-ma´ völlig ruhig, sauf meinen Mai-Tai. Wird´se richtig quägellich auf eins hält mir direkt ihre Möpse unter´n Zinken. Ich sach — pass auf Süße, ich seh schon was du da hast. Wie alle ander´n auch. Glückwunsch aber mach´ ma´ hier jetzt ´nen Punkt. Und sie nun zieht ´ne Schnute wie´n kleines Mädchen das vor ihr´m Daddy steht und rallt´s halt nich´. Und jetzt pass auf — da kann ich gar´-nich´ drauf setzt´se die Stimme plötzlich so hoch, so richtig Nerventerror. Weiß´te so´ne Scheiße ich kappier´s halt nich´ — macht freiwillig auf behindert. Als wenn´s was nützt und ich da jetzt drauf anspring und geil von werd´ mein Gott was haben die sonst denn immer nur für Typen am Start … Selbstachtung stirbt aus.

Wortlos stimme ich ihm zu und muss dafür noch nicht mal nicken.

— ich muss wieder vor; komm´ste noch mit, n´ Bierchen auf die Hand geht immer

fragt der Kolibri.

— neäh, ich muss

— okay. Immer schön dich zu sehn

— danke

sag ich und geh.

Nach und nach schluckt mich die Nacht.

Dickradation

Ich erinnere mich daran, dass ihre Muschi ein wenig wie feuchte Nüsschen roch.
Meine Nase steckte in der nasstriefenden Falte zwischen ihren Beinen und meine Zunge bearbeitete das Modrige. Sie behauptete, dies sei die einzig sinnvolle Methode, mich zum Schweigen zu bringen. Da hatte sie vielleicht Recht, auch wenn ich ihr ein paar Dinge hätte erklären sollen. Die Frequenz und die Lautstärke ihres Stöhnens wurde immer heftiger. Ihren Arsch mir ins Gesicht gestreckt, dockte ich wieder aus. Die pralle Ansicht ihres weißen Hinterteils, sah genauso aus wie der hell leuchtende Vollmond, der durch das Dachschrägenfenster auf uns nieder schien. Direkt schlüpfte ich in sie hinein. Ihr warmer Votzentempel empfing mich königlich. Sie machte die Bewegungen und ich hielt still. Ich kam nicht drum herum, mir vorzustellen, dass es der Mond war, der mir da gerade einen blies. Immer wieder saugte er an, bis zum Schaft, ohne Würgen und ließ lediglich ein schmatzendes Geräusch verlauten. Ich holte den alten Feuchtschlitzsoldaten aus seinem Unterschlupf. Ihre Mösenbrühe ließ meinen Schwanz glitzern. Noch immer funkelte er, wie ein Wienerwürstchen in Aspik.Augenblicklich fühlte ich mich zurückversetzt in den Moment, als ich ihr knackiges Jungfernhäutchen zerfetzte (Kirschentkernung). Aus pädagogischen Gründen ließ ich mir hinterher alles feinsäuberlich wegschlabbern. Ihr Anblick danach hatte etwas von einem Clown.

Jetzt aber zögerte ich etwas zu lange. Sie lag bereits wieder auf dem Bauch. „Leg dich auf mich“, sagte sie. Dies war zwar nicht meine bevorzugte Variante der Rückseitenbespachtelung, dennoch zeigte sie sich hinterher immer durchaus erkenntlich.

Als ich auf dem Rücken lag und sie auf mir, ging sie sofort in die Hocke.

Ich liebte den Anblick des nassen Brötchens, dass sich immer wieder über meine Fleischbewaffnung stülpte. Doch bevor sie sich hatte umwenden können, war ich bereits in ihr gekommen.
Unserem Ritual getreu, stellte sie sich auf, direkt über meinem Gesicht, und presste die Ejaksuppe heraus. Heiße Tropfen der Liebe besprenkelten mich.Ich wusch mir das Gesicht und ging runter in die Küche.
„Und hast du deine Schwester ins Bett gebracht?“ fragte meine Mutter.


BILD BY: Cora Sprengel

(=[B-&-R-Kenntnisse eines Strippers]=)

„Ich zerstückelte, und tupperte sie hinterher fein säuberlich, im Tiefkühler, ein“.

Wo es gewiss nicht immer einfach war (und oft sehr schlecht lief zwischen uns) — nichts läge mir ferner, als mich hier zu beschweren oder gar zu jammern; ach wo!
Mama war eben, in jeglichen Belangen, schon so lange wie ich überhaupt nur denken kann, eher sehr-sehr intolerant allen Männern gegenüber [eingestellt], beinahe feindlich, will ich meinen; mich leider mit eingeschlossen. So erwies sich nicht einmal das Band der Familie ihr hinreichenden genug, auch nur eine einzige Ausnahme diesbezüglich zu akzeptieren. Im tiefsten Grunde ihres Herzens, davon bin ich (bis) heute überzeugt — hasste sie mich. Maßregelnd und misshandelnd erzog sie mich daher, gewissermaßen stets unter der unabdinglichen Prämisse, dass ich ein Arschloch sei, bereits von Anbeginn und Geburt an. Weil ich Mann war; tja. Wie schon mein Vater — was beinahe erschreckend war.

… mein Vater [1]
???
[1] Mutter erzählte oft, ich sei als Waise zur Welt gekommen — oder variierend manchmal, dass mich aus dem Zoo entflohene Affen einfach auf ihrer Türschwelle abgesetzt hatten. 
Sie habe mich lediglich aus purem Mitleid adoptiert. Was mir auch lange Zeit durchaus plausibel erschien; genau wie der Ge-
brauch der Leine um meinen Hals, wenn wir unfair flanieren gingen.

Man stelle sich bloß einmal meine Verwunderung vor, wie er eines Tages, unerwartete,  leib- und wahrhaftig dann doch vor mir stand. Was sich rein zufällig, wie ich nach der Schule, am Schalter eines jener „furchtbaren“ Fastfood-Ressentiment-Restaurants stand, deren Besuch mir natürlich strengsten untersagt geblieben war [Mutters „pc“-Wahn!!!]— als er sich endlich zu erkennen gab und sagte: „Kann ich sonst noch etwas für dich tun, mein Sohn?“
Ich war zu Tränen gerührt.
„Papa?!“, stammelte ich.…


FORTSETZUNG FOLGT

Euphoria

Als rinnen meine Tränen hinter ihr am Fenster nieder. Wie Regen. So sah ich zu [ihr]. Sie sagte nur: du bist der perfekte Mann für mich. Und ich wünschte mir nichts sehnlicher, als dass sie das nicht gesagt hätte. Ohne aufzusehen entgegnete ich deshalb: irgendwas zerstört mich. Was denn? Das hier. Ich liebe dich, sagte sie. Ein Riss. Jeder sah zum anderen. Doch auf einmal so viel Licht. Sie meinte mich. Aber nicht ganz. Nur das, was unlängst Abschied nahm. Komm her und küss mich, sagte sie. Ich wollte nicht. Doch setzte ich mich neben sie. Wie wahr alles war — war.
Ein Kuss legte sich mir auf die Stirn. Ganz leise reichte meine Trauer ihr die Hand. Im Grunde konnten wir uns diesen Moment der Ruhe gar nicht leisten. Doch ich badete bereits in einer Wanne voller Kerosin. Ihre Lippen, die mich suchten, schienen feuerrote Flammen.
Wir werden es niemals schaffen, oder? — fragte ich, schon vollends entflammt. Ausgebrannt.
Ich denke … nicht.
Bald saßen wir beide wieder gemeinsam — allein da.

s.b.

Phall-um

Kaum wohl hätte der Tag schöner sein können. Allem verlieh die Sonne einen goldenen Teint.
Und wie ein sterbender Stern, in seiner aller-[aller]-letzten Blüte, leuchtete auch Herr Sarakusch; von sich aus. Dieser machte einen kurzen Abstecher beim Juwelier und kaufte dort einen Ring — einen ganz besonderen [Ring] sogar.
Mit euphorischem Schritt und jubilierenden Gebärden bog er lustwandelnd in die Wohnungssiedlung ein, die, gepflegt, akkurat und so ordentlich, in ihrer Gesamtheit, nur der Glanztat eines über jahrzehntelang-, überambitioniert-, gepflegten Spießertums zu verdanken sein konnte. Zur Mitte jener Straße gelegen, betrat Herr Sarakusch dort nun das Haus seines alten Freundes — Werner Lang. Dieser schien offenbar, nicht ganz grundlos, argwöhnisch zu werden. Schon allein die Begrüßung, von Herrn Sarakuschs Seite her, war beinahe feierlich und auffallend ausgefallen [aus gefallen].
Außer den zusammengewachsenen Augenbrauen und der dunklen, behaarten Warze, direkt rechts neben der Nase, erinnerte sonst weiter nichts mehr an den alten Kumpanen, dachte Herr Lang. Doch gemäß des etablierten Ritus, setzten sie sich, wie immer, und schwiegen sich, bei einem Tässchen Kaffee, in der Küche an. Das nur sehr schwer an Fahrt gewinnende Gespräch kreiste unablässig um überaus Banalitäres. Ein im Subtext (mit-)schwingender Unterton der Ungeduld, brach immer mal wieder, schubweise, durch die Gebissoktaven-Arie der Altherren-Konversation hindurch.
So hatte Herr Sarakusch ja bisher absichtlich auch jeden Bezug auf Jessie zu vermeiden gesucht. Er wusste ganz genau, dass sie irgendwo, hier im Hause war. Allein schon der Gedanke daran, an sie — ließ sein Gesicht jetzt erneut auf funkeln. Seinem Freund, dem Herrn Lang jedoch, wurde die ganze Situation nun allmählich allzu bunt, und unangenehm ebenso. Eine Vermutung bemächtigte sich seiner, die, wenn auch sie lächerlich erschien, in einem unweigerlichen Gefühl der Eifersucht mündete.
„Und was hast du heute noch vor?“, fragte er, so wie ganz nebenbei und nebensächlich.
So früh jedoch, hatte selbst Herr Sarakusch die Zäsur nicht zu erwarten gewagt (wenn auch der Gleichen zu erwarten war…). Doch war es ihm nur recht, entschied er jetzt.
„Ich möchte Jessie fragen … also, sie bitten, meine Frau zu werden — wenn es ihr recht ist“, erwiderte Sarakusch darauf.
Lang nun, schien einem durchaus cholerischen Anfall nah zu sein. Hass sickerte aus seinem Augental [hervor], während seine Falten sich zu einem tosenden Meer der Wut aufwühlten. Alles, was er sagte, war jetzt plötzlich wie heiser, undeutlich und ohne Klang. Lange daraufhin, hatte Herr Lang seiner Hasstirade nicht mehr Einhalt zu gebieten vermocht. Dennoch, Herr Sarakusch hingegen, blieb weiterhin völlig stumm.
Die Anstrengung und offensichtliche Wirkungslosigkeit seines Gebarens jedoch, zwangen Lang bald zu einer abrupten Räson. Ihm war, als wenn er in einem ominösen, inneren Sumpf einsinke. Absolute Resignation zeichnete sich auf seinem Dackelgesicht ab, während Herr Sarakusch, mit seinem breiten Mund, fast einer Kröte gleich, ein stoisches Lächeln irgendwie beibehielt. Doch auch er fühlte sich zunehmend erschöpft, bemerkte er seit längerem bereits. Etwas, irgendetwas — musste geschehen.
Die beiden saßen sich jetzt, fast aufrecht und manierlich, wieder gegenüber.
„Das müssen wir doch wie Männer klären können“, warf Herr Sarakusch ein. Mit haltlosem Gesichtsausdruck sammelte Lang noch immer die Luft um sich herum ein.
„OK, Götz , ich sag dir jetzt mal was, was früher schon mein Bruder zu mir gesagt hat — geh dir einfach ma´ ein wichsen, wenn du es nicht mehr zurückhalten kannst!“, sagte Lang.
„Mach dich nicht lächerlich, Werner!“, entgegnete ihm Sarakusch, mit einem nahezu verachtungsvollen Blick.
„Was will denn ein Mann in deinem Alter mit einer solch …?“, doch Lang stockte, und spürte, wie dieser Satz sich jetzt schon in seinem Hals, wie von selbst verschlang. Auch er war doch bereits 73, Jessie nun gerade einmal 26. Ohne aber, dass er es sich selber einzugestehen wagte, erschien ihm die Vorstellung, den nur zwei Jahre älteren Sarakusch zusammen mit einer so jungen und wahrhaft, wirklich bildhübschen Frau, wie Jessie, zu sehen oder sich bloß die beiden zusammen vorzustellen etwa, geradewegs lächerlich — absurd beinah. „Wie kommst du überhaupt … ich meine … dass sie …?“, warf er seinem vermeintlichen Freund (dem Sarakusch), daher nun vor.
„Ich weiß es einfach“, entgegnete dieser, offenbar etwas selbstsicherer sogar noch, als zuvor.
Tatsächlich hatte Jessie ihm gegenüber immer wieder gewisse Andeutungen gemacht. So zumindest — nach seiner Interpretation. Regelmäßig war ihm das junge Ding auf den Schoß gehüpft, sobald sein „Freund“ den Raum verlassen hatte. Dann streichelte Sarakusch ihr über die Wangen und tätschelte ihr Knie. Schüchtern und ein wenig pikiert, lachte Jessie dann verstohlen und unter vorgehaltener Hand auf, wie eine kleine Maus, der man die Luft abzwang. Was Jessie jedoch da mit ihm veranstaltete, war im Wesentlichen doch nur ein Spiel gewesen. Denn, die Geil- und Lüsternheit alter, potenzversiegter Männer zu beschwören, war ihr schon seit frühster Jugend her ein vertrautes Meisterstück der Koketterie — und durchaus auch lukrativ, wie sich zeigte.
Werner Lang zum Beispiel war, trotz seines hitzigen Gemüts, ein fürsorglicher Partner und nahezu unbewaffneter Liebhaber. Auch an Geld mangelte es ihm nicht, nur wurde er zunehmend zuletzt geiziger. Daher auch die, wie zufällig lippennahen, Küsschen auf Götz Sarakuschs Wangen, ab und an, die dazu geführt hatten, dass dieser jetzt glaubte, die dunklen Stunden seiner Einsamkeit seien endlich gezählt.

Werner ging zum Waschbecken um ein Glas Wasser zu trinken. Doch das stille Glimmen der Raserei bemächtigte sich seiner erneut. Ohne weiter darüber nachzudenken, griff er nach einem großen Messer aus der Besteckschublade. Sein Herz schlug jetzt in einer Frequenz, die einem Maschinengewehr gleichkam. Götz Sarakusch blickte ungläubig und etwas entgeistert seinem Freund mitten ins Gesicht — dann zum Messer, wieder ins Gesicht, dann wieder zum Messer hin. Eine eisige und steinharte Maske hatte sich über Werner Langs verkümmerten Stolz gelegt, wie nun seine Augen zu lodern begonnen hatten. Der Götz (Sarakusch) richtete sich auch auf. Wahrhaftig fuhr ihm nun ein fürchterlicher Schauer durchs Mark, wie er die dämonische, wahnsinnige Fratze seines Konkurrenten auf Augenhöhe gewahrte. Noch immer war die Spitze des Messers unheilvoll auf ihn gerichtet. Es herrschte eine grauenhafte Stille, um sie beide herum. Die lediglich durch das lebensschwere, alternierende Atmen der beiden Widersacher unterbrochen wurde. Werner aber verspürte plötzlich einen brennenden Schmerz in seiner Brust. Fast schon taub fühlte sich die linke Hälfte seines Körpers an. Auch wurde ihm das Messer plötzlich unfassbar schwerer, während gleichzeitig seine Hand niedersank. Mit dem Ellenbogen stützte er sich gerade noch auf der Spüle ab.
Götz erkannte erst jetzt, was dort genau vor ihm eigentlich geschah. Der verkrampfte Ausdruck im Gesicht seines Gegenübers ließ ihn zur Besinnung kommen und ihm entgegeneilen. Werner aber blickte bereits in tiefe Finsternis. Und als Götz ihn an der Hand berührte, da — stach er zu.
Beinahe schmerzlos glitt die lange Klinge durch das weiche Fleisch am, und um den Nabelrand. Götz fasste sich dort, nun an den Bauch. Seine Hände waren voller Blut, sah er. Auch ihm wurde es allmählich bedrohlich schwer sich aufrecht zu halten, bis er bald nur noch den pechschwarzen Grund der Unendlichkeit (vor sich) sah. Fest hielten sich die beiden umschlungen, während sie gemeinsam niedersanken und zugleich dann, von der Dunkelheit ins Licht schwammen.

***

Zur genau jenem Zeitpunkt lag Jessie noch immer in ihrem Bett und genoss ihr eigenes Stöhnen. Und dachte dabei an ihren Stecher; Antoine.


BILD BY: Christopher Balassa

Weinrot, wie ein Sonnenbrand

[der] Nachsang der Nacht

Dem Delirium so nah, dass ich bereits doppelt sah. Rekonstruierbar ist der Rückweg erst ab da, wo wir die Stufen zur Haustür rauf-krabbelten. Am Ende — doch noch dort angelangt, sah ich: ihr Blick war essentiell — linear und Ziel: sexgerichtet; voller Hingabe, Gier und Leidenschaft. Unsere Zungen wickelten sich umeinander, rangen. Immense Erektion. Ein feucht, fast auslaufend nasser Schritt. Wir kicherten benommen. Der Weg ins Schlafzimmer — [er] dauerte.
Direkt schmiss sie sich rücklings aufs Bett und rekelte sich ruhelos; legte den Kopf zur Seite und hielt die Augen geschlossen. Wie unter Qualen, atmete sie schwer. Ich hatte sie nicht einmal berührt — und zog mir die Klamotten aus. Dann legte ich mich zu ihr. Heiß war ihre Haut und ihre Bauchmuskulatur zitterten, wie ich ihr mit meiner Hand über den Nabel fuhr in Richtung… Ungeduldig riss sie sich das Shirt über den Kopf. Den BH öffnete ich ihr mit meinem patentierten Krabbengriff(©).
Platzende Küsse wanderten ihren Körper auf und ab. Bis ihr besoffen und nasser, wilder Raubtier-Mund mich in Empfang nahm. Sie biss mir die Unterlippe wund. Zugleich öffnete ich ihr den Hosenknopf, den Reißverschluss. Bereits war ihr Höschen warm und nass. Immer tiefer rieb sich der Stoff in ihrer klebrigen Gletscher-Ritze fest, während ihr heißer Stoßatem mir in den Mund schoss. Ich griff ihr …endlich!… in den Slip.

— nein! Halt; wir dürfen das nicht…

meinte sie, ohne es zu meinen; denn schon gelierte sie — um meine Fingerkuppe. Der Startknopf. push the button. Die Begierde initiiert. Zügellos rannte die Leidenschaft jetzt über wollüstig, und saftendes Terrain. Als ich ihr das Höschen auszog, musste ich laut lachen, da ein angreifender Tiger darauf abgebildet war. Der passte.

Erst leckte ich ihr die Schenkel; und dann die weiche fleischfarbene Pflaumekerbe aus. Sie griff nach meinem Schwanz. Und rieb ihn sich durch ihre Schneckenrinne. Fast schon war ich drin. Doch bestand sie partout darauf ihn sich selber reinzustecken. Schon als nur die Spitze dippte fing ihre Hüfte wellend an zu kreisen. Der Raum auch. Im Rhythmus wabernd und vibrierend wurden unsere Körper zu einem schwitzend und japsenden Fleischballen. So lösten wir uns ineinander auf. Und wurden eins. Wie kitschig.
Wie wunderbar.
Kurz zog ich ihn raus. Er glitzerte im Mondlicht. Doch sie schrie:

— steck ihn bloß wieder rein(!!!)

Ein heißer, weißer Blitz, und schon sah ich lediglich bloß noch Sternchen überall. Aber eh ich mich versah, lag ich bereits hilflos auf dem Rücken. Eine kreisende Zunge an meinem prallen Aal. Ich hob die Hüfte und spürte ihren Rachen prompt. Sie drehte mir ihren Hintern ins Gesicht und setzte sich. Noch ein Mal sah ich über meine Stirn hinweg den Mond, und wie er grinsend reingeirte; und sich scheinbar einen vor dem Fenster wichste, schaute dann aber nur noch mitten ins braune Bärenauge — und sie, mit aufgesetzten, Füßen hielt sich derweil an meinen Zehen fest. Pralle Bäckchen wippten auf und nieder. Das Ganze wollte kein Ende nehmen. Schon wurde es wieder hell. Sie sah müde, matschig und durchgefickt aus — und ich wohl ebenso. Ein erlösender Erguss schien ausgeschlossen.
Kurz darauf schliefen aufeinander ein — ineinander.

— BLACKOUT —

Warum ich nackt war? — fragte ich mich, kurz nachdem ich schwerfällig erwacht war. Sie saß neben mir auf dem Sofa und trug lediglich meine Boxershorts. Es dämmerte bereits wieder. Sie lächelte herrlich verschwitzt, und noch etwas durcheinander. Sie sah nie wieder wunderbarere aus.

— uhpps!

…und schon legte sie sich wieder zu mir. Dieses Mal dauerte es nicht lang. Zu viel hatte sich angestaut. Ein aufatmender Sonnenschein — in ihr zu kommen. Der Glanzschein eines verbotenen Königreichs, ein Heil, das mich durchströmte und nun wieder aus ihr rauslief. Für kurz hielt das Verlangen still. Sie ging ins Bad.

Vor einer Bar, auf weißen Plastikstühlen, saßen wir; es war bereits wieder Nacht geworden.

— na ihr Vollmänner!

sagte jemand von hinten, und legte uns beiden dabei den Arm um.

— mein Gott! Wie unglaublich hacke ihr gestern wart; Junge, Junge!

Er war der Fahrer. Der uns  gestern bis nach Hause gebracht hatte. Sie, so erzählter er, hätte während der fahrt aussteigen und kotzen müssen. Und ich, ich hätte mich zum Schluss sogar gewehrt und nahezu geweigert auszusteigen.

— ihr seit echt der Hammer, Leute…

schon verschwand er.

Wir tranken noch eine Weile gegen den Kater an und gingen  Heim. Die Welt schien entspannt und der Himmel tief zu hängen. Nur ein paar vereinzelte Lichter brannten einsam auf den Hügeln ringsumher. Ich griff nach ihrer Hand, und ich wusste, dass dies uns letzter friedlicher Moment sein würde.
Schweigend schlichen wir den Hang hinauf. Ein Abschied, ganz im Stillen. Ein schüchterner Kuss; kein Wort jedoch.

Dieses Mal steckte ich ihn selber rein. Schon nach ein paar kurzen Bewegungen spritze ich ihr einen dickbatzigen Spermaschwall auf den Rücken. Sie lachte; ich putze ihr schnell den Rücken mit einer meiner Socken sauber.

****

Am nächsten Morgen musste sie früh los — um ihren Freund von Flughafen abzuholen.

— mach´s gut!

sagte sie, während sie IHM, sogar nur durch die Hose, einen lalleretzten Kuss gab. Mir gab sie keinen.


BILD BY: Christopger Balassa