[#1-Teil] — ich und sie also…

In den Pausen kamen wir uns nah. Sehr sogar. Blicke. Berührungen. Erregungspotential.
Noch waren es nur Ahnungen. Aber alleine die Bewegungen. Nasse Lippen und ein Zungenschlag. Der Glanz in ihren Augen. Wild und Ruhelos mein Schoß — beinahe schmerzhaft manchmal. Wenn in Mathestunden die Gedanken schweifen … was macht man da? Ich konnte nur noch an das denken, was unter ihren Klamotten lag. Es war so echt und offensichtlich. Aber nicht einmal genug für einen Kuss. Beiden war uns klar — was-nicht- klar-war. Sie sagte irgendwann mal: sorry. So ganz nebenbei. Na schönen Dank dafür. Zum Glück hatten wir gerade das Saufen angefangen. Und auch Weed entdeckt. So waren andere Sachen wichtiger. Weil nichts mehr wichtig war. Ganz einfach vergas ich sie.

Beinah…*


*Der META-Ebner:
Wie unschuldig; und weit weg doch noch von wirklich, und echt-elendigen Dingen ich war (damals). Denn es lief ja auch sonst nichts — anderweitig. Ihr versteht schon(?)
Bis hierhin lediglich: meine „Legenden des Nichts — liebevoll leidloser Einsamkeit“.
Aber umso derberer dafür des nächtens, gleich wieder die Wiederholungen (der Sexy Sport Clips, auf DSF) und die daraus resultierenden: „Sternstunden hyper-sinnsensibilisierter Masturbation“.
Vorausgesehen von da an, aber leider auch genaue so retro-pespektivisch von hier aus; hm!? — kann ich meinem Ich-der-Vergangenheit dort … natürlich, wohl nur alles Gute wünschen; ihm. Mir. Und uns also somit.
Denn sein, oder besser gesagt, unser aller hier, als Rezipienten(-Wir),  jetzt, auch wirklich, längst schon ersehntes, über-erfeuchtträumtes aller Erstes-Malleure steht gerade an.
Voll auf der direktesten Zielgraden bereits. Bloß nur nicht die Nerven verlieren, jetzt. Fast geschafft. Fast; wo die Tür zum Schlafzimmer doch schon so greifbar; nah ist…
[aber, aber, etc pp].

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end-Schicht

(Bild: nicht von ihr, aber auf ihrer Seite „principio de la humanity“ by Aina Puramuela)

N´ dicker Kopf.
— Der schlimme Schädel —
wie der Aufprall
auf Asphalt.
Schlaglöcher
fressen – mich – auf.
Nicht nur theoretisch —
Technostrich.
Da ist nur
kein “ich”
in mir.
Die blut-rot
unterlaufene
Trinkersonne
geht auf.
Über mir.
Und unter —
durch mich.
Das Problem:
ich kann nur noch
verschwommen seh´n.
Ein gewisser Teil
davon, ist
Rauch-im-Auge —
keine Tränen.
An der Wand steht
“bleib niemals stehen”.
Ich bleibe steh´n
um es zu lesen.
Da gibt´s nur kein
Versehen.
Sollt´ ich
mich schämen?

Anti_Liegestütz

Direkt beim ersten Zungenkuss — in die Buxe gewichst. Shit. Zwei Tage später. Im Bett:

Braune Make-up-Schlicke in ihren Mundfalten. Abgewürgt. Verreckt. Nichts wie weg — war mein Gedanke. Und WOW! Jetzt halt dich fest. Ich stand ja auch gar nicht auf sie. Nicht so richtig, zumindest. Die Sache mit dem Begreifen — (du erinnerst dich). Woher soll man es auch vorherwissen? Und wie beschissen war´s jetzt, sich hier wieder rauszuwinden. Schicksals-Rodeo. #Selbstbetrug-no1# — den ich aus eigener Tasche zahlen sollte, musste, woher(?) — ich trug nur Boxershorts. Und umso länger ich sie jetzt ansah, desto weniger entsprach sie meinen Vorstellungen; scheinbar — so blieb mir nur noch dieser eine … merkwürdige Einfall. Ich lachte schon. Und sie fragte:

– was is´?

– … wie wär´s, … also, wie wär´s, wenn wir Stripverstecken spielen?

Sie schaute mich groß an. Und so auf die Schnelle fiel mir auf: der Ablauf war vage und zu ungenau — unklar, bis hierhin aber genial. So aber, und so auch weiter, tat ich einfach weiter fasziniert, fixiert auf meinen Einfall.

– pass auf! Du bleibst so wie du bist. Und versteckst dich hier … irgendwo. Im Haus … und ich … ich zieh mich wieder an … (Pause) … damit´s überhaupt losgehen kann. Und ich fang dann an zu zählen. Und für alle zehn Sekunden, die ich dich nicht finden kann, zieh ich ein Teil wieder aus … ?

Völlig unsinnig, klar — aber ich war schon so begeistert und bereits angezogen, dass ihr außer mitzumachen gar nichts übrig blieb. Also, sie zog los und die Tür hinter sich zu, während ich mich, in Sicherheit wähnend davon schlich. Kurz vor der Tür stand plötzlich ihre kleine Schwester vor mir.

– wo willst du hin? fragte sie.

– äh …

– ich weiß, was du vorhast!

– blödsinn! sagte ich.

Und ging — ich rannte. Denn mit der Schwester war auch der Vater unerwartet früh nach Haus gekommen, den ich jetzt, bis auf die Straße, schreien hörte. Meiner saß wie immer, wenn ich Heim kam in seinem Sessel und schaute erpicht Fernsehen …